Workshop Zeichenworkshop Gedankenbilder
„Morgen ist Sonntag. Und ich habe nichts vor. Ich werde am Vormittag, wenn das Wetter schön ist, in den Tiergarten gehen und am Nachmittag Strümpfe stopfen und an Dich dabei denken.“ Eva Mamlok an Pieter Siemsen im Jahr 1937.
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© Alexandra Weltz-Rombach
Amerika-Gedenkbibliothek | PopUp Saal
Allgemeine Infos
In diesem Workshop werden Ideen sichtbar!
Wir nehmen spannende oder persönliche Briefzitate aus Briefen von Eva Mamlok und verwandeln sie in Bilder. DZeichnung, Schrift und Farben werden zu einem eigenen Kunstwerk verbunden, in dem Text und Bild zusammenkommen. Ob ruhig, wild oder ganz kreativ – alles ist erlaubt.
Eva Mamlok war eine junge Frau, die in der Nazizeit Widerstand geleistet hat. Der Platz vor der Amerika-Gedenkbibliothek wird im Herbst 2026 nach ihr benannt werden.
Mehr Information zum Hintergrund von Eva Mamlok hier: https://www.stolpersteine-berlin.de/de/lindenstrasse-neuenburger-strasse/1/eva-mamlok
Weitere Infos
Angeleitet wird der Workshop von Alexandra Weltz-Rombach, die Teil eines Recherchenetzwerks zu Eva Mamlok ist, und der Künstlerin Ursula Böckler.
Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 10 begrenzt. Frühes Kommen sichert Plätze.
Der Workshop ist Teil der Initiative Utopisches Erinnern – Partizipative Jugendprojekte am Eva-Mamlok-Platz.
Mit dem Projekt wird die Umbenennung des Blücherplatzes in Eva-Mamlok-Platz zum Ausgangspunkt für eine partizipative Erinnerungskultur. Jugendliche setzen sich kreativ und forschend mit jüdischem Widerstand, Erinnerung im Stadtraum und der Frage auseinander, wie Geschichte heute erzählt und sichtbar gemacht werden kann.
Ausgehend von der Geschichte Eva Mamloks und anderer junger jüdischer Frauen im Berlin der 1930er Jahre untersuchen Jugendliche Formen von Widerstand, Ausgrenzung und Erinnerung im öffentlichen Raum rund um das Hallesche Tor und darüber hinaus.
Bereits in den frühen 1930er Jahren gab es mutige jugendliche Frauen, die in Berlin-Kreuzberg Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet haben. Eva Mamlok, eine junge Frau aus einer jüdischen Familie, stellte sich gemeinsam mit anderen Frauen in alltäglichen Aktionen dem Nationalsozialismus entgegen. Sie bildeten Netzwerke, verteilten Flugblätter, schrieben Parolen an Hauswände und organisierten eine geheime Bibliothek.
Sie wurden als Antifaschistinnen und Jüdinnen verfolgt und mussten Zwangsarbeit leisten. Für ihre Aktionen wurden sie verhaftet und deportiert. Doch auch unter den schlimmsten Bedingungen haben sie ihren Widerstand nie aufgegeben. Bis auf eine Überlebende sind alle Mitglieder der Gruppe durch den nationalsozialistischen Gewaltapparat ermordet worden.