Amerika-Gedenkbibliothek
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Berliner Stadtbibliothek
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Presseinformation Berlin feiert seine Zentralbibliothek

Mehr als 3.000 Menschen haben vergangenen Samstag mit der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) das 125-jährige Jubiläum der Berliner Stadtbibliothek gefeiert und dabei gezeigt, wie wichtig ihnen ihre Bibliothek ist.

09.06.2026

Eine Besucherin bringt es auf den Punkt: „Hier sind alle gleich, ob arm ob reich, ob jung, ob alt, ob deutsch oder von anderswo – solche Einrichtungen machen die Welt zu einem besseren Ort und das ist heute nötiger denn je!“ Umso dringlicher stellt sich die Frage nach der Zukunft: Die Bibliothek braucht endlich einen gut erreichbaren Standort und ein funktionierendes Gebäude.

Die 125-jährige Geschichte der Berliner Stadtbibliothek ist geprägt von über 100 Jahren erfolgloser Suche nach einem geeigneten Standort für die Zentralbibliothek der Stadt. Von ersten Neubauplänen, die am Ersten Weltkrieg scheiterten, über Bebauungspläne am Tempelhofer Feld bis hin zum Versuch, die Friedrichstraße kulturell zu beleben – bisher ist es Berlin nicht gelungen, die ZLB in einem gemeinsamen, geeigneten Gebäude mit ausreichend Platz unterzubringen. Der Sanierungsstau in den aktuell maroden und überfüllten Bestandsgebäuden wächst derweil weiter.

Nun ergibt sich am Alexanderplatz eine Chance, die auch großes Stadtentwicklungspotenzial mit sich bringt: Eine ZLB am Alexanderplatz kann dem Platz ein neues Gesicht verleihen und der Zentralbibliothek endlich ein gemeinsames Dach verschaffen.
„Auch in finanziell anspruchsvollen Zeiten muss Berlin in Bildung und Kultur investieren, denn beides ist für die Zukunft dieser Stadt entscheidend. An der TU Berlin zeigt sich aktuell, was passieren kann, wenn relevante Institutionen in maroden Gebäuden mit hohem Sanierungsstau untergebracht sind. Die Schließung von Bildungseinrichtungen kann sich Berlin als Kultur- und Bildungsstadt nicht leisten – bei den aktuellen Zuständen unserer Gebäude ist ein weiterer Havariefall jedoch nur eine Frage der Zeit. Der Alexanderplatz liegt als Lösung auf dem Tisch. Sie jetzt zu ergreifen ist dringend notwendig – für die Zukunft der ZLB und für den Alexanderplatz selbst“, so Jonas Fansa, Direktor der Zentral- und Landesbibliothek Berlin.

Zur Geschichte der ZLB:
Am 6. Juni 1901 beschloss die Berliner Stadtverordnetenversammlung die Gründung der Berliner Stadtbibliothek. Der Gründungsgedanke basierte auf dem demokratischen Reformansatz der Jahrhundertwende, weiten Teilen der Bevölkerung Bildung zu ermöglichen. Bis heute steht die Berliner Stadtbibliothek als Teil der ZLB für Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und Kultur für alle. Schon früh wurde über einen geeigneten Standort für die Zentralbibliothek Berlins diskutiert. Eröffnet wurde sie 1907 zunächst in der Zimmerstraße. Aufgrund von Platzmangel und nach gescheiterten Neubauplänen zog die Bibliothek 1921 in das ehemalige Marstallgebäude in der Breite Straße. 1995 wurde die Berliner Stadtbibliothek mit der 1954 eröffneten Amerika-Gedenkbibliothek aus dem ehemaligen West-Berlin zusammengeführt und unter der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin vereint. Seither besteht die Berliner Zentral- und Landesbibliothek aus zwei Publikumsstandorten. Die Suche nach einem gemeinsamen Dach für die ZLB wird bis heute diskutiert.