Workshop Film.Risse.Wirklichkeit
Ein Film-Schreib-Workshop in sechs Sessions.
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© Sadek Asseily
Amerika-Gedenkbibliothek | PopUp Gruppenraum 2
Allgemeine Infos
Texte, Bilder, sogar Filme sind immer öfter KI-generiert und haben eine neue, synthetische Qualität. Verlässliche Wirklichkeitsbezüge herzustellen, wird immer schwieriger. Wie beeinflussen diese Unsicherheiten unsere kreative Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit?
In unserem Film-Schreib-Workshop nehmen wir sie als Ausgangspunkt für das kreative Schreiben. Dabei beziehen wir auch die Nutzung von Sprachmodellen mit ein und testen deren Möglichkeiten als Werkzeug des kreativen Schreibens. Welche neuen Möglichkeitsräume eröffnen sie? Wo sind ihre Grenzen? Die Inputs der künstlichen Intelligenz werden immer wieder in der Gruppe geprüft, weitergedacht und weiterentwickelt. Uns interessiert dabei nicht der glatt formulierte Text, das perfekte Bild, sondern das spontan Entstandene, Unfertige, Imperfekte. Gemeinsam suchen wir nach den Rissen in Bildern, Erzählungen und Gewissheiten – und nutzen sie als Ausgangspunkt für Geschichten.
Ein Workshop für alle, die gerne schreiben und das Bedürfnis haben, sich darüber auszutauschen.
02.10. in Session 5 - Weglassen
Zwischen zwei Szenen liegt eine Lücke – und trotzdem versteht sie jede:r. Die Auslassung als verdichtendes Element: der Satz, der nicht gesagt wird; die Handlung, die nicht gezeigt wird. Diese Session handelt vom Mut zur Lücke. Ein Sprachmodell füllt jede Leerstelle sofort, es kann nicht schweigen, es muss weiterreden. Wir üben das Gegenteil und suchen die Stellen, an denen eine Geschichte die Leser:innen besser allein lässt. Zusammen beobachten wir, was passiert, wenn wir das Wichtigste gerade nicht zeigen – und wir entdecken, was in dieser Leerstelle entsteht.
Weitere Infos
Anmeldung über schreibfilm@gmail.com
Die Plätze sind begrenzt.
Es kann zu jedem Termin neu eingestiegen werden
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Weiterer Termin:
- Freitag, 09.10. von 16.00 - 19.00 Uhr - Mein persönlicher Riss
Julia Hertäg und Sadek Asseily haben beide an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin Drehbuch studiert und entwickeln Drehbücher für Filme und Serien, geben Workshops für verschiedene Zielgruppen oder schreiben Filmkritiken für verschiedene Magazine, wie z.B. den Freitag.