Ethel Smyth Der Wald
Geisterchöre, wilde Begierden, unerschütterliche Treue, eine schaurige Mordtat und der ewige Sieg der Liebe, die den Tod überwindet: Das sind die durchaus vertrauten Zutaten des Librettos, das Ethel Smyth (in deutscher Sprache) zu ihrem Einakter »Der Wald« verfasst hat. Die Musik freilich ist alles andere als schaurig. Anklänge an Robert Schumann, einige auffallende Erinnerungen an Richard Wagner, dazu insbesondere im Prolog ein unverkennbarer Hauch jugendstilistischen Flimmerns tragen das Drama, das am 9. April 1902 an der Berliner Hofoper uraufgeführt, anschließend am Royal Opera House London herausgebracht und im März 1903 mit triumphalem Erfolg an der New Yorker Met vorgestellt wurde.
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