Diskussion Willy-Brandt-Gespräch 2026: Was bleibt von der Soft Power?
Das Willy-Brandt-Gespräch 2026 fragt nach der Rolle der Soft Power im 21. Jahrhundert. Bietet sie angesichts militärischer Zuspitzungen und neuer Handelskriege eine Alternative? Es blickt besonders auf die europäisch-afrikanischen Beziehungen, die durch Kolonialgeschichte, intensive Austauschbeziehungen und neue Konkurrenz um Einfluss geprägt sind. Darüber spricht Harald Asel mit seinen Gästen, darunter Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan.
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Allgemeine Infos
Außenpolitische Stärke beruht nicht allein auf „harter“ militärischer oder ökonomischer Macht. Davon war Willy Brandt überzeugt. Und brachte diesen Gedanken in der von ihm geleiteten Nord-Süd-Kommission ab 1977 ein.
Europa setzt traditionell vor allem auf Soft Power: auf die Strahlkraft der regelbasierten politischen Ordnung, auf institutionelle Zusammenarbeit und kulturellen Austausch. Neben dem Aufbau partnerschaftlicher Beziehungen dient dies auch der Wahrung eigener Interessen. Im „neuen Zeitalter der Großmächte“ (Friedrich Merz) steht diesem Konzept ein neues autoritäres Großmachtstreben offen entgegen. Es manifestiert sich in Zollkonflikten, Besetzungsdrohungen und neuen Kriegen. Soft Power gilt als Schwäche. Innereuropäisch wird der Ausbau harter europäischer Machtpolitik gefordert. Kann das gelingen? Und was geht durch diese Neuorientierung verloren?
Die Eröffnungsrede hält der Geschäftsführer der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, Dr. Wolfram Hoppenstedt.
Gäste:
- Reem Alabali Radovan (SPD), Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
- Prof. Dr. Alexander Stroh-Steckelberg, Professor für Politik Afrikas und Entwicklungspolitik, Universität Bayreuth,
- Josephine Apraku, Autor*in, Afrikawissenschaftler*in und Coach
Moderation: Harald Asel, rbb24 Inforadio
Weitere Infos
Um Anmeldung wird gebeten
Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und am Sonntag, 11.10.2026 um 11.00 Uhr (Wdhl. 21.00 Uhr) gesendet.
Eine Kooperation zwischen der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung und rbb24 Inforadio mit freundlicher Unterstützung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin.