Vortrag Ilja Hepner und der Lunapark 1922-1933
Ein Vortrag von Dr. Jutta Fischer (Berlin).
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Berliner Stadtbibliothek | Berlin-Saal
Allgemeine Infos
Der 1910 am Halensee eröffnete „Lunapark“ war einer der größten und bekanntesten Vergnügungsparks Europas. Nach seiner Schließung während des 1. Weltkrieges kam er ab Mitte der zwanziger Jahre wieder zu neuer Größe, wurde 1934 jedoch wieder geschlossen. Die Gründe dafür werden überwiegend in der Wirtschaftskrise und im Bankrott der Betreiber gesehen.
Das Grundstück und die angrenzenden Häuser sowie die Betreiberfirma gehörten seit 1922 dem jüdischen Kaufmann Ilja Hepner (1885-1933). Er war während der russischen Revolution aus Kiew nach Berlin geflohen. 1933 tauchten zwei Akteure auf, die sich das riesige Grundstück günstig aneignen wollten: die NSDAP, die einen eigenen, von Albert Speer gestalteten Nationalpark plante, sowie die Stadt Berlin, die das Gelände für eine neue Straße zum zukünftigen Olympiagelände benötigte. Ilja Hepner und seiner Familie wurde keine Chance gegeben, den Park vor dem Konkursverfahren zu bewahren.