Themenraum 30 Jahre Mauerfall | 22.10. - 08.12.2019

Inzwischen ist sie länger gefallen, als sie gestanden hat – die Berliner Mauer.
An welchen Stellen Berlins ist die Teilung Berlins heute noch spürbar und wirkt nach?  Wir haben für Sie Medien mit  Ost- und Westperspektiven auf Vorwende und Wendezeit zusammengestellt ebenso wie neuere Analysen  zu aktuellen „Mauern“ und Grenzziehungen in der Welt. Musikalisch geben wir dem „Sound der Wende“ Raum.
Auch wir, die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), sind ein Zeugnis deutsch-deutscher, berlin-berliner Geschichte. In unserem aktuellen Themenraum können Sie wie immer in sorgsam ausgewählten Medien und Informationen zum Thema stöbern und bei interessanten Veranstaltungen mitmachen, aber auch eine Institution  erleben, die aus einem Ost- und einem Westteil zusammengewachsen ist.  Wir erweisen uns als veritable Zeitzeug*innen.

 

Veranstaltungen

Zeitbibliothek zum Mauerfall – Mit Zeitzeug*innen aus der ZLB ins Gespräch kommen
Foyer | Sa 09.11.19 | 16.00 – 18.00 | Berliner Stadtbibliothek | Eintritt frei | Keine Anmeldung erforderlich


Salon | So 10.11.19 | 14.00 – 16.00 | Amerika-Gedenkbibliothek | Eintritt frei | Keine Anmeldung erforderlich

…und wo waren Sie, als die Mauer gefallen ist?
Leihen Sie sich Zeit mit ZLB-Mitarbeiter*innen aus, die den Mauerfall in Berlin selbst erlebt haben und kommen Sie in lockerer Atmosphäre ins 1:1-Gespräch  – mit Perspektiven von beiden Seiten der Mauer!
Wir laden Sie dazu ein, individuellen und spannenden persönlichen Geschichten zu lauschen, ihre eigene Geschichte zu erzählen und ins Gespräch zu kommen.


9. November 1989 – die Zeit des Mauerfalls mit den folgenden Veränderungen im Stadtbild
Berlin-Saal | Mi 13.11.19 | 19.00 Uhr | Berliner Stadtbibliothek | Berlin-Saal (zurzeit nicht barrierefrei) | Breite Str. 36 | Eintritt frei | Keine Anmeldung erforderlich

Veranstaltung des Vereins für die Geschichte Berlins e.V.

9. November 1989 – die Zeit des Mauerfalls mit den folgenden Veränderungen im Stadtbild - ein persönlicher Erlebnisbericht von Eckhard Grothe:
"Spannend war es, ab der zweiten Jahreshälfte 1989 die täglichen Neuigkeiten, bzw. Veränderungen, die DDR betreffend, mitzuerleben. Man hoffte auf große – vor allem friedliche – Veränderungen und so fotografierte ich einige Tage vor dem Mauerfall schnell noch die nähere Umgebung der Glienicker Brücke; wer weiß, was sich hier demnächst noch tun könnte und tun wird.

Es trat ein, womit wohl kaum jemand gerechnet hatte, aber trotzdem nicht wenige Menschen stets gehofft hatten, dass es einmal geschehen möge; der Fall der Mauer. In der darauf folgenden Zeit fotografierte ich über einen längeren Zeitraum die Veränderungen an bekannten Stellen der nicht mehr vorhandenen Mauer in Berlin und heute ist es sogar für einen Ortskundigen oft nicht leicht festzustellen, wo genau an „dieser Stelle“ die Mauer verlief. Ein Ereignis mit erlebt zu haben, das Geschichte schrieb, ist grandios und es drängt sich wieder das Wort in den Sinn, welches damals aus vielen Mündern zu hören war: „WAHNSINN“!


Zeitenwende - Die dritte Generation Ost
Salon | So 08.12.19 | 13.00 – 16.00 Uhr | Amerika-Gedenkbibliothek | Eintritt frei | Keine Anmeldung erforderlich

Lesung mit Dr. Judith Enders (Politikwissenschaftlerin), Michael Hacker (Soziologe) und Sven Gatter (Fotograf).

Seit rund 10 Jahren engagieren sich die Politikwissenschaftlerin Dr. Judith Enders, der Soziologe Michael Hacker und der Fotograf Sven Gatter für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Umbruch in der DDR und den bis heute andauernden Wandlungsprozessen in Ostdeutschland. Mit dem Begriff „Dritte Generation Ostdeutschland“ und dem Verein Perspektive hoch 3 e. V. machen sie dabei vor allem die biografischen Erfahrungen derjenigen sichtbar, die zur Zeit der Friedlichen Revolution noch Kinder und Jugendliche waren. Dafür haben sie und ihre Mitstreiter*innen u.a. Bücher publiziert, Ausstellungen entwickelt und ein Zeitzeugenportal aufgebaut. Einen Ausschnitt ihrer Arbeit stellen sie auf Einladung des sonntagsbureau vor, um so mit dem Publikum in spannende Diskussionen zu kommen. Darüber hinaus werden die Besucher*innern eingeladen, die Methode "Biografisch erinnern und darüber berichten" auszuprobieren und so selbst in einen Austausch über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu kommen.


Besonderer Tipp zum Themenschwerpunkt: Die Berliner Mauer ist Geschichte – welche „Mauern“ sind die Gegenwart?:
Presseclub - Die Mär von Merkels Grenzöffnung
Salon | So 03.11.19 | 14.00-15.30 Uhr | Amerika-Gedenkbibliothek | Eintritt frei | Keine Anmeldung erforderlich

Mit Maximilian Steinbeis, Ko-Autor des Buchs „Die Zauberlehrlinge: Der Streit um die Flüchtlingspolitik und der Mythos vom Rechtsbruch“ und Gründer des „Verfassungsblogs"

Moderation: Andreas Rinke, Chefkorrespondent der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin, Mitglied von RiffReporter und Autor des „Merkel-Lexikon".

In ARD und ZDF wird gerade die Vergangenheit rekonstruiert: Was genau geschah, als 2015 in kurzer Zeit Hunderttausende Flüchtende nach Deutschland gelangten? War das eine „Grenzöffnung", wie es so oft heißt, vielleicht sogar eine illegale Entscheidung? Oder hat die Bundesregierung auf dem Boden der Verfassung und des EU-Rechts eine humanitäre Entscheidung getroffen?


 

Ausleihkonditionen

Ausleihe - Dauer |14 Tage

 

Ausleihe - Anzahl |10

 

Sonderleihfristen|nein

 

Verlängerung|nein

 

Vormerkung|nein