Wir nutzen die Bibliothek | Bibliothekskonzeption

Unser Raum- und Funktionsprogramm für den Neubau der ZLB am Blücherplatz

Vorab – noch ist nichts in Stein gemeißelt. Wir geben Ihnen hier in aller Kürze einen ersten Überblick, wie wir uns die neue Bibliothek vorstellen und die Konzeption auch mit Ihren Anregungen erarbeitet haben. Doch in einem großen, langen Bauprojekt werden Anpassungen notwendig werden, außerdem möchten wir neue Entwicklungen, soweit möglich, auch berücksichtigen. Das heißt, das hier vorgestellte Konzept unterliegt im Verlauf des Projekts einer ständigen Anpassung.

Der Auftrag

Wissen in vielgestaltiger Art für die Bevölkerung bereithalten, in Büchern, in Zeitungen und Schriften, in digitalen Quellen, als Film oder zum Hören ist eine der zentralen Aufgaben jeder Öffentlichen Bibliothek. Darüber hinaus wird die ZLB auch Ort und Forum der Stadtgesellschaft bleiben und lebendiges „Working und Co-Working“-Zentrum und zivilgesellschaftliche Aushandlungsplattform. So konzipiert die ZLB ihre Programme und Angebote. Sie spricht alle Menschen an und versorgt ganz Berlin. In ihrer Funktion als Landesbibliothek ist sie wichtiger Teil des kulturellen Gedächtnisses der Stadt und sammelt alle in Berlin verlegten Werke und macht sie auch zugänglich.

Die Aufgabe

1  Die ZLB in der Information und Wissensversorgung

  • vielfältiger, aktueller und gut ausgebauter digitaler und analoger Medienbestand und Zugriff auf verschiedenste digitale Ressourcen
  • für jede Lebensphase und für Lebenslanges Lernen – unabhängig von der Herkunft
  • Ort der kulturellen Bildung
  • Teil des kulturellen Gedächtnisses von Berlin
  • Ort des fachlichen Austauschs und der Weiterbildung
  • Ort für Kinder
  • Ort für Jugendliche

2 Die ZLB als Ort der Kreativität

  • öffentliches Arbeitszimmer und Werkstatt der Stadt
  • vielfältig facettierte und viele Arbeitsplätze
  • Infrastrukturen für handwerkliche, künstlerische, technische und experimentelle Projekte bereitstellen und „machende“ Communities einladen
  • gemeinsamer Arbeits-, Lern- und Kommunikationsraum für die Menschen in der Stadt sein

3 Die ZLB als Forum der Stadtgesellschaft

  • Ort der Integration
  • Ort der politischen Bildung und der Demokratieförderung
  • Ort der Vernetzung für Communities, Institutionen, Ideen, andere Bibliotheken, einzelne Menschen und Gruppen
  • Ort der Nachhaltigkeit mit ihrem institutionsspezifischen Angeboten und in ökologischer und ökonomischer Hinsicht
  • Selbstbewusste Architektur

Der Planungsrahmen

Das neue ZLB-Gebäude plus Amerika-Gedenkbibliothek sollen Niedrigschwelligkeit, Transparenz und Offenheit ausstrahlen. Die neue ZLB muss einladend als demokratisches Forum für Information, Wissen, Kreativität und gesellschaftliches Engagement wirken. Sie macht Lust auf Bibliothek. Die Nutzer*innen können sich mit ihrer ZLB identifizieren, denn das Haus gehört den Menschen dieser Stadt.

 

Flächen und Nutzungsarten im Überblick

  • etwa 2/3 Publikumsflächen
  • ca 1/6 Magazinflächen
  • und entsprechend Hintergrundflächen
  • durchschnittlich 10.000 Bibliotheksbesucher*innen am Tag
  • bis zu 5.000–6.000 Besucher*innen gleichzeitig
  • bis zu 16 Stunden Öffnung am Tag
  • bis zu 360 Öffnungstage im Jahr

Bibliotheksfachliche Grunddaten

  • ca. 600.000 Medieneinheiten im Publikumsbereich (Freihand)
  • ca. 3.400.000 Medieneinheiten in den Magazinen zum Einzug, aufgrund des gesetzlichen Auftrags der ZLB wachsend
  • ca. 4.300.000 Medieneinheiten Bestandskapazität in den Magazinen
  • ca. 4.000.000 Entleihvorgänge
  • gut 2.000 Arbeitsplätze für Besucher*innen in den Publikumsbereichen
  • ausreichend Schulungs- und Gruppenräume in verschiedenen Größen