Unsere Lieblinge: ZLB-Kinder empfehlen

Medienempfehlungen für Kinder bis 3 Jahren

Tilman lebt mit seinen Eltern in der Nähe des Tegeler Sees im Nordwesten von Berlin. Am liebsten mag er Geschichten über Räuber und lustige Quatschgedichte von Ringelnatz und Andersen. Wenn er gerade keine Geschichte vorgelesen bekommt, spielt er gerne draußen im Sandkasten oder dreht ein paar Runden mit seinem Laufrad.

Mit seinen 2,5 Jahren kann er noch nicht selbst über seine Lieblinge schreiben - das übernimmt seine Mama Kathrin für ihn.

Für Hund und Katz ist auch noch Platz

Signatur in der Kinderbibliothek: K 1 Schef 6

"Den Klassiker Grüffolo haben wir noch gar nicht gelesen, wir sind mit unserem zweieinhalbjährigen Sohn nach "Die Schnecke und der Buckelwal" mit diesem Buch weiter in die Werke des erfolgreichen Kinderbuch-Duos eingestiegen. Und es hat uns dieses Mal so richtig gepackt: Wir sind begeistert von den Reimen. Sie sind einfach richtig gut und witzig gereimt und es macht unheimlich viel Spaß, sie laut vorzulesen.  Das spricht auch für die gute Übersetzung von Mirjam Pressler.
Diese gereimte Geschichte erzählt von einer Hexe, die auf ihrem rasanten Besenritt so allerhand verliert. Fleißige Tiere helfen ihr, diese Dinge wiederzufinden, wollen dafür aber mitfliegen. Es werden immer mehr Tiere - bis der Besen kracht. Und dann wird’s spannend und brenzlig für die Hexe, die einem hungrigen Drachen im Sumpf gerade recht vom Himmel stürzt.  Doch sie kann sich  auf ihre tierischen Mitflieger-Freunde verlassen und wird aus den Armen des Drachen gerettet, der sich schon auf Hexe zum Abendbrot gefreut hatte. Und für die Freunde wird dann zum Schluss nochmal richtig gehext!
Und wir sind begeistert von den Illustrationen. Hexe und Tiere sind ausdrucksstark und  sehr niedlich gezeichnet - die Katze ist zum Knuddeln. Und wir werden auch mit einer herzbewegend hilflos gezeichneten Hexe in den Armen des Drachen konfrontiert. Aber am Ende wird ja alles gut...
"


Guten Morgen,
kleine Straßenbahn!

Signatur in der Kinderbibliothek: K 1 Völ 1

"Wir lieben dieses Buch, weil es eine besonders schöne Morgenstimmung vermittelt und es viele liebevolle, lustige und fantastische Elemente zu entdecken gibt.

Die kleine Stadt erwacht langsam. Der Bäcker stellt sein Schild raus, der Kioskbesitzer schiebt den Laden hoch und der Straßenbahnfahrer erwacht bzw. wird von seinem Wecker geweckt und muss nun von seinem Schlafplatz auf der hinteren Sitzbank auf den Fahrersitz wechseln. Schnell muss er sich anziehen, denn schon warten die ersten Fahrgäste. Und den Kaffee muss er dann während der Fahrt trinken - ist ja klar, dass er dabei sein Hemd bekleckert... Aber solche Dinge sieht man oft erst beim dritten, vierten, fünften Lesen!

Dieses Bilderbuch kommt ohne Text aus und bietet viel Inspiration für eigene kleine Geschichten über die Stadt und die Fahrgäste, die zu- und aussteigen, wie z.B. die schnellstrickende ältere Frau oder den Pinguin. Das Buch hat ein schönes Querformat mit Illustrationen über die Doppelseiten. Die Bleistiftzeichnungen sind sehr genau und liebevoll im Detail. Neben den vielen feinen grauen Bleistiftlinien sind Details in Farbe getüncht. Vor allem das Gelb der Laternen,  der erleuchteten Fenster und der Straßenbahn dominiert und unterstreicht die Morgenstimmung. Es ist, zugegeben, vielleicht etwas nostalgisch, aber für Kinder, die ja bekanntlich große Straßenbahnfans und Tierbegeisterte sind, ist diese Straßenbahnfahrt ein Erlebnis - und für die mitlesenden Eltern auch!"