Wolf Erlbruch wird 70!

Wolf Erlbruch gehört zu Deutschlands bekanntesten Illustratoren und Bilderbuchkünstlern.

Er wurde am 30. Juni 1948 in Wuppertal geboren, wo er heute wieder lebt. Nach der Schulzeit studierte er Grafikdesign mit zeichnerischem Schwerpunkt an der Folkwang-Schule für Gestaltung in Essen-Werden. Nach dem Abschluss 1974 startete er seine freiberufliche Tätigkeit als Illustrator in der Werbebranche. In den folgenden Jahren bis 1990 publizierte er Illustrationen in internationalen Zeitschriftenmagazinen.

Tiere als Helden

TemplaVoila Plus ERROR:

Couldn't find a Data Structure set for table/row "tt_content:35048".
Please select a Data Structure and Template Object first.

Erst Mitte der 80er Jahre begann er, Kinderbücher zu schreiben und zu illustrieren. 1985 erschien sein erstes illustriertes Kinderbuch: „Der Adler, der nicht fliegen wollte“.

Vier Jahre später wurde das Bilderbuch „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ veröffentlicht. Damit wurde er als Kinderbuchillustrator bekannt.
Mittlerweile ist das Buch zu einem Bilderbuchklassiker geworden und erscheint bereits in der 47. Auflage! Es wurde bisher in 21 Sprachen übersetzt, hat unzählige Preise erhalten und ist in vier verschiedenen Ausgaben erhältlich: Im Originalformat, als Mini-Format oder als Mini- oder Maxi-Pappausgabe.

Was Wolf Erlbruch an seiner Arbeit zufrieden macht, erklärt er so: „Wenn ich mich in eine Arbeit begeben kann und wochenlang nicht mehr herauskomme. Wenn ich mit mir bin. Das ist seit meiner Kindheit so.
1990 folgte er der Berufung zum Professor für Illustration an die Fachhochschule Düsseldorf. Von 1997 bis 2012 war Wolf Erlbruch Professor für Illustration an der Bergischen Universität Wuppertal. 2007 gestaltete er für die Wuppertaler Bühnen das Bühnenbild und die Kostüme für ein Theaterstück nach Max Kruses „Urmel aus dem Eis“.

Auszeichnungen

  • 1993 Deutscher Jugendliteraturpreis für „Das Bärenwunder“

  • 1996 Nominierung für den deutschen Jugendliteraturpreis für
    „Frau Meier, die Amsel“

  • 2003 Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein Gesamtwerk

  • 2003 Gutenbergpreis der Stadt Leipzig für sein Gesamtwerk

  • 2006 Hans Christian Andersen Preis: die wichtigste internationale Auszeichnung für Kinderbuchautoren und -Illustratoren

  • 2014 e.o. plauen Preis: internationaler Kunstpreis „zur Förderung des künstlerisch-grafischen Schaffens der Gegenwart“

  • 2017 Astrid Lindgren Memorial Award: höchstdotierte internationale Auszeichnung im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur

Wie der Vater, so der Sohn: Leonard Erlbruch

Erlbruchs Sohn Leonard ist in seine Fußstapfen getreten und wurde ebenfalls Illustrator.
Die „Geschichte vom verlorenen Kotelett“  im Bilderbuchmuseum Troisdorf ist eine der zahl-
losen Gemeinschaftsarbeiten der beiden. Mit dieser führte Wolf Erlbruch ihn schon als Klein-
kind an die Zeichenkunst heran.
Bereits während seines Studiums illustrierte er mehrere Kinderbücher, darunter auch „Großvater und die Wölfe".

Großvater und die Wölfe
Per Olof Enquists erstes Kinderbuch hat alles, um zu einem Kinderbuch-Klassiker zu werden.
Eine Expedition auf den Berg der drei Höhlen. Über Nacht! Das ist eine tolle Idee vom Großvater. Nur die Eltern seiner vier kleinen Enkel dürfen davon nichts wissen. Eltern machen sich immer gleich Sorgen ...
Der große schwedische Schriftsteller Per Olov Enquist erzählt von den rührendkomischen Abenteuern mit einem Großvater, wie ihn sich alle Kinder wünschen. (Quelle: Verlag)

Signatur in der Kinder- und Jugendbibliothek der ZLB: K 5 Enq 1

Großvater und die Wölfe / Per Olov Enquist. Aus dem Schwed. von Wolfgang Butt. Mit Illustrationen von Leonard Erlbruch. -  München [u.a.]: Hanser, 2003. ISBN: 978-3-423-62226-4