Häufige Fragen

Sie haben rechtliche und technische Fragen rund um das Thema Film?
Oder sind auf der Suche nach einem bestimmten Film in unserem Katalog und möchten vielleicht einen Kaufwunsch äußern.

Dann können sie sich hier informieren.

Filmsuche und Kaufwünsche

Sie suchen nach Filmen in unserem Katalog? Dafür haben wir einige  Tipps für die Filmsuche im Katalog zusammengestellt.

Sie haben einen Film, den Sie dringend suchen, nicht in unserem Angebot gefunden? Wir helfen Ihnen gern, einen Film auf Video ausfindig zu machen. Wenn Sie einen bestimmten Film suchen oder einen Anschaffungsvorschlag machen möchten, wenden Sie sich bitte an das  Lektorat der Cinemathek oder ganz einfach an die  Auskunft - per Telefon, Online, oder in der Bibliothek vor Ort!

Wir freuen uns immer über Hinweise und Vorschläge aus dem Publikum. So haben wir schon wichtige Tipps bekommen für Filme, die wir sonst übersehen hätten.
Viele Filme, die im Fernsehen oder im Kino gelaufen sind, gibt es allerdings nicht auf Video. Wir können nur die Filme anbieten, die im Handel erschienen sind.

Sie können auch selbst nach Filmen auf Video und DVD recherchieren. Unter dem Menüpunkt  Verwandte Einrichtungen haben wir die Kataloge anderer Berliner Einrichtungen mit Filmbeständen zusammengestellt. Dort finden Sie andere Bibliotheken, Videotheken, Filmarchive und vieles mehr.

Rechtliche Fragen

Warum haben alle Filme Alterskennzeichen?

Filme und Videos dürfen in Deutschland Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nur zugänglich gemacht werden, wenn sie für die entsprechende Alterstufe freigegeben worden sind. Die Freigabe geschieht durch die FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft). Sie ist in Deutschland für die Altersfreigabe aller Filme, Videos und anderer Medienträger mit Filmen außerhalb des Fernsehens zuständig. Es gibt 5 Altersfreigabestufen: o.A. - ohne Altersbegrenzung, ab 6 Jahren, ab 12 Jahren, ab 16 Jahren, ab 18 Jahren.

Darf man die Videofilme der Zentral- und Landesbibliothek öffentlich zeigen?

Nein, denn unsere Videofilme sind lediglich mit sogenannten Home-Video-Rechten ausgestattet. Das bedeutet, Sie dürfen nur im privaten Kreis angesehen werden. Eine öffentliche Vorführung, auch zu nichtgewerblichen Zwecken, z.B. im Verein, in der Jugendgruppe oder im Altenheim, ist nicht erlaubt. Ausnahme: in einer abgeschlossenen, längere Zeit zusammen arbeitenden Schulklasse im Rahmen des Unterrichts ohne Ankündigung in der Schule.

Darf man die Videofilme der Zentral- und Landesbibliothek kopieren?

Ja, Sie dürfen sich nur für rein private Zwecke eine Kopie machen. Bei uns ausgeliehene Videofilme dürfen aber nicht weiterverbreitet werden. Auch Ihre private Kopie dürfen Sie nicht weitergeben, verschenken, ins Netz stellen oder auf andere Art weiterverbreiten. Sie machen sich sonst strafbar. Weiterverbreiten dürfen sie nur Videofilme, die sie selbst im Handel erworben haben, und zwar nur die gekaufte DVD oder Blu-ray, also das sogenannte „Werkstück“, nicht jedoch eine Kopie davon!

Achtung! Es ist in Deutschland nicht erlaubt, den Kopierschutz eines digitalen Mediums zu umgehen.

Technische Fragen

Gibt es in der Zentral- und Landesbibliothek Video- und DVD-Sehplätze für das Publikum?

Ja, bitte informieren Sie sich unter unserem Menüpunkt "Hören und Sehen" .

Was bedeuten Regionalcodes?

DVDs, DVD-Player und -Computerlaufwerke sind mit sogenannten Regionalcodes versehen. Das bedeutet, dass sich nur DVDs mit dem passenden Regionalcode auf den entsprechenden Geräten abspielen lassen. In Europa gelten die Regionalcodes 2 und 0.
Blu-ray-Discs, -Player und -Computerlaufwerke sind ebenfalls regionalcodiert und zwar mit den Codes A, B und C. Auf europäischen Playern laufen alle Blu-ray Discs mit Code B und mit den Codes ABC, AB oder BC.

Regionalcodes sind kein Kopierschutz, den man in Deutschland nicht umgehen darf. Es ist völlig legal, einen regionalcodefreien Player oder ein entsprechendes Computer-Laufwerk zu benutzen.

Welche Möglichkeiten gibt es dafür?

DVD Video- und Blu-ray-Player
:
- In Webshops sind unter dem Stichwort "codefree" DVD-Video- und Blu-ray-Player erhältlich, die Discs mit allen Regionalcodes abspielen. Erwerb und Benutzung sind legal.
- Man kann seinen Player bei einschlägigen Werkstätten umbauen lassen, so dass alle Regionalcodes abspielbar sind. Auch Händler von DVD-Video- und Blu-ray-Playern bieten diesen Service an.
- Viele Player lassen sich mit der Fernbedienung freischalten. Tipps dafür findet man im Internet nach Herstellern und Modellen geordnet unter multi-region.net und unter videohelp.com.

Vorsicht!
Bei DVD-Playern und DVD-ROM-Laufwerken kann man den Regionalcode meist bis zu fünfmal umstellen. Diese Möglichkeit sollten Sie keinefalls benutzen. Damit werden die Geräte nur für die jeweilige Verkaufsregion eingestellt oder sie können damit bei Umzug in eine andere Region umgestellt werden. Die letzte Einstellung meist nach dem fünften Mal ist nicht mehr veränderbar.

An den  Sehplätzen in der ZLB können DVD-Videos und Blu-rays mit allen Regionalcodes abgespielt werden.

Was bedeutet Blu-ray?

Blu-ray ist das Nachfolge-Format für die DVD. Diese Discs können wesentlich mehr Daten speichern als die DVD und deshalb Bilder sehr viel genauer darstellen. Das wird möglich durch die Abtastung mit einem feineren Laserstrahl für dichter gespeicherte Daten (violett mit 405 mn statt rot mit 650 mn Wellenlänge) und durch eine verbesserte Videokompression (H.264 oder VC-1 statt MPEG 2 wie bei der DVD). Solche Discs können deshalb in einer Schicht 25 GB speichern statt 4,7 GB wie bei der DVD. Mehr Informationen zur Blu-ray Disc finden Sie bei Wikipedia ebenso wie einen Vergleich optischer Datenträger.

Die ZLB kauft die meisten Filme auch auf Blu-ray, wenn sie in diesem Format erhältlich sind. Damit garantieren wir auch in Zukunft eine Filmauswahl in bestmöglicher Qualität. Der Blu-ray-Bestand in der ZLB wird also schnell wachsen.

Alle Blu-ray-Player können auch DVD-Videos abspielen. Umgekehrt gilt das nicht. Mit DVD-Playern oder DVD-ROM-Laufwerken kann man dieses Medium nicht nutzen. Die ZLB bietet dafür Sehplätze in beiden Häusern an.

Bietet die ZLB noch Videokassetten

Ja, die ZLB hat in ihrem Außenmagazin noch einen Bestand von ca. 20.000 Videokassetten im VHS-Format, der von dort zum nächsten Tag bestellt werden kann. Dieser Bestand wird Zug um Zug durch DVD-Videos und Blu-ray-Discs ersetzt und deshalb immer kleiner. Viele Filme sind bisher aber nicht als DVD oder Blu-ray veröffentlicht worden. Solche Raritäten bewahren wir auf. Dazu gehören auch deutschsprachige Synchronfassungen, die es (noch) nicht auf DVD gibt. Der VHS-Bestand umfasst auch einige Sammlungen, wie z. B. die Roland Collection, die nie auf DVD oder Blu-ray erschienen sind.

Wer kein Abspielgerät für VHS-Kassetten mehr besitzt, kann die  Sehplätze in der Amerika-Gedenkbibliothek und der Berliner Stadtbibliothek benutzen. Dort kann man sich während der Sichtung auch Kopien auf DVD-R für eine private Nutzung ziehen.

Wie kommt der Film aufs Video?

Es ist gar nicht so einfach, Filme im richtigen Format auf Video zu übertragen, denn die meisten Filme, die seit Mitte der 50er Jahre gedreht wurden, haben ein breiteres Bildformat als die bisher üblichen Fernsehgeräte. Wichtig ist vor allem, dass ein Film in seinem originalen Bildformat auf DVD und Blu-ray gespeichert wird, damit die Komposition des Kameramanns gewahrt bleibt. Diese wird z. B. bei Fassungen im sogenannten Pan Scan-Format zerstört. Dieser Youtube-Film gibt davon eine guten Eindruck.
Es gibt zahlreiche Varianten, die Vielfalt der Filmformate auf einem Videoträger unterzubringen. Auch die Vorteile einer anamorphen Speicherung des Bildes auf DVD spielen bei der Filmübertragung auf Video und DVD eine große Rolle - mehr dazu hier auf Englisch.
Wir bemühen uns, immer die beste Fassung zu beschaffen, die im Handel erhältlich ist. Für Hinweise auf mangelhafte Fassungen in unserem Bestand sind wir dankbar.

Was bedeutet Movietext?

Movietext sind spezielle Untertitel für Hörgeschädigte. Sie geben nicht nur die gesprochene Sprache als Untertitel wieder, sondern zeigen auch Geräusche und das Filmgeschehen im Off an, also das, was außerhalb des Bildes passiert. Erfunden wurde das System 1958 in den USA von Malcolm Norwood, zunächst für Filme, die mit entsprechenden Untertiteln versehen wurden. Anfang der Siebzigerjahre wurde dann für das Fernsehen und später für Videokassetten ein elektronisches Verfahren entwickelt, das sogenannte Closed Captioning (in Deutschland Movietext). Das sind verborgene Untertitel, die bei Videokassetten nur mit einem speziellen Decoder sichtbar gemacht werden können. Bei DVD-Videos und Blu-rays sind diese Untertitelspuren einfach anwählbar wie andere Untertitel auch. Die meisten Untertitelspuren für Hörgeschädigte sind auf Englisch. In Deutschland gibt es hier noch Nachholbedarf.

Alle DVDs und Blu-rays der Zentral- und Landesbibliothek mit Untertiteln für Hörgeschädigte können im Feld "Freie Suche" des Katalogs mit dem Stichwort "hörgeschädigt*" (mit Joker*) gesucht werden. Medienart und gewünschte Sprache können zusätzlich gewählt werden. Eine Suchmöglichkeit nach der Sprache der Untertitel für Hörgeschädigte wird vom VOEBB allerdings nicht angeboten. Die frühere Kennzeichnung "Movietext" im Titelfeld wird nicht mehr verwendet.

Was bedeutet Hörfilm oder Audiodeskription?

Ein Hörfilm hat sozusagen akustische Untertitel für Blinde und Sehbehinderte. Eine Audiodeskription beschreibt in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekors. Die Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen. Audiodeskription macht aus einem Film einen blindengerechten Hörfilm. Weitere Informationen bietet die Deutsche Hörfilm GmbH.

Alle Videos und DVD der Zentral- und Landesbibliothek mit Audiodeskription können im Titelfeld des Katalogs mit dem Wort "Hörfilm" gesucht werden. Medienart und gewünschte Sprache können zusätzlich gewählt werden. Der Bestand ist allerdings noch sehr klein.

Den größten Bestand an Hörfilmen in Berlin bietet die Berliner Blindenhörbücherei.