Ullrich Fichtner Die Macht der Musik : über ihre Kraft, unser Leben glücklicher und unsere Gesellschaft gerechter zu machen
Über die positiven Wirkungen von Musik sind in den letzten Jahren zahlreiche Bücher erschienen. Der Journalist und Buchautor Ullrich Fichtner hat sie alle gelesen und sich zudem im aktuellen Musikleben gründlich informiert. So berichtet er von seinen Beobachtungen auf Kongressen, Festivals und Musikmessen (quer durch alle Sparten und Genres) und teilt seine Eindrücke von Probenbesuchen bei Chören oder Spielmannszügen. Lesenswert sind darüber hinaus Fichtners Gedanken zu den musikalischen Orten Elmau und Donaueschingen. In Bremen bewundert er die Vermittlungsarbeit der Philharmoniker, in Montreux lässt er sich das neue Organisationsmodell des Jazzfests erklären („weg von der rein profitorientierten Shareholderkultur“), in Duisburg besucht er Peter Bursch, der mit seinem „Gitarrenbuch“ seit 1975 Millionen Menschen erreicht hat und bis heute Gitarre unterrichtet. Die Erkenntnisse vom großen Wert der Musik sind nicht neu, doch nach wie vor offensichtlich viel zu wenig bekannt. Mit guten Argumenten fordert Fichtner im Schlussplädoyer „Kleines Geld für große Wirkung“ wesentlich mehr öffentliche Förderung für Musik-(hoch)schulen, Orchester, Chöre, die freie Musikszene und weitere Musikinstitutionen. Nur so könnten alle Teile der Gesellschaft in Städten und auf dem Land profitieren. Das Buch fasst die Studien sowie die derzeitige Situation im Musikleben sehr gut zusammen und wendet sich vor allem an Entscheidungsträger in Politik und Gremien. Nachgelegt wird dann im April bei Kiepenheuer & Witsch mit dem Titel „Macht Musik! Wie Musik uns ein Leben lang trägt und glücklich macht“ von Markus Henrik, bekannt als Dr. Pop.
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