Workshop Kolonialgeschichte

Thema:

Kolonialgeschichte

Dauer:

2-4 Stunden, nach Absprache

Zielgruppe:

Schüler*innen ab 11. Klasse (Leistungskurs und Grundkurs Geschichte), Studierende und berlin- sowie geschichtsinteressierte Erwachsenengruppen

Ort:

Berliner Stadtbibliothek

Anmeldung:

Fon: +49 30 90226-632, Mail BerlinSammlungen@zlb.de

Sprache:

Deutsch

   

Hintergrund:

Die Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialvergangenheit gewinnt zunehmend an Bedeutung: Auf berlinpolitischer Ebene werden bspw. Kontroversen um die Umbenennung mancher Berliner Straßennamen ausgetragen. Auf gesellschaftspolitischer Ebene werden heutzutage Diskussionen um Kontinuitäten kolonialer Bilder, Begriffe und rassistischer Strukturen geführt. Und schließlich werden selbst auf nationaler Ebene Fragen der Anerkennung und Entschädigung kolonialer Gewalt und des Raubes von Kunstgegenständen und Skeletten verhandelt. Der Workshop widmet sich den Rückwirkungen des deutschen Kolonialismus auf die Metropole Berlin.

Eingebettet in eine umfassende Quellenkritik thematisiert er die Berührungspunkte der BerlinerInnen mit dem vermeintlich „Exotischen", untersucht Fremd- und Selbstbilder sowie die wirtschaftlichen Interessen und widmet sich dem Alltag der KolonialmigrantInnen. Die TeilnehmerInnen sollen anhand der Kolonialgeschichte Berlins in die im Schulunterricht zumeist nur wenig thematisierte koloniale Geschichte Deutschlands eingeführt werden.

Darüber hinaus sollen sie dazu ermächtigt werden, durch einen Einblick in die kolonialgeschichtlichen Hintergründe aktuelle lokalpolitische, gesamtgesellschaftliche und nationale Debatten besser verstehen zu können.