Die ZLB feiert in diesem Jahr 125 Jahre Bibliothek für Berlin – und damit 125 Jahre Bildung und Kultur für die ganze Stadt.
1901 wurde die Berliner Stadtbibliothek als erste Öffentliche Zentralbibliothek Berlins gegründet. Sie sollte der breiten Stadtgesellschaft Zugang zu Bildung und Wissen ermöglichen und Stadtteilbibliotheken um eine zentrale Institution mit breitem Medienangebot ergänzen. Der Name „Stadtbibliothek“ wurde gewählt, „da dann jedermann wisse, dass diese Bibliothek den Bürgern der Stadt gehöre.“[1]
Bis heute steht die Berliner Stadtbibliothek als Teil der ZLB für Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und Kultur für alle. Im Jubiläumsjahr möchten wir gemeinsam mit den Menschen der Stadt feiern, die Zukunft der Bibliothek weiterdenken und sie als unverzichtbaren Luxus sichtbar machen – denn die Bibliothek gehört ihnen.
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SAVE THE DATE 06. Juni: Großes Hoffest in der Berliner Stadtbibliothek
Gemeinsam mit unserem Publikum feiern wir 125 Jahre Bibliothek für Berlin.
Wir blicken auf die Geschichte, diskutieren die Gegenwart und gestalten die Zukunft.
Es erwarten Sie Lesungen, Führungen und vielfältige Angebote für Groß und Klein. Weitere Informationen zum Programm folgen in Kürze.
Berlin erzählt die ZLB
Im Jubiläumsjahr stellen wir unser Publikum, also die Menschen der Stadt, in den Mittelpunkt und geben ihnen das Wort.
Im Laufe des Jahres präsentieren wir 125 Perspektiven unserer Nutzenden, die zeigen, was die ZLB für sie und für Berlin bedeutet. Sie sind im Zuge der Kürzungsdebatte im letzten Jahr entstanden und machen die Bibliothek in ihrer ganzen Vielfalt sichtbar.
Möchten auch Sie erzählen, was die ZLB für Sie bedeutet?
Wir freuen uns über einen Satz oder eine kurze Videobotschaft von Ihnen an: presse@zlb.de
Die Beiträge unserer Nutzenden präsentieren wir das ganze Jahr über auf unseren Social-Media-Kanälen.
Die Geschichte der Berliner Stadtbibliothek
Am 6. Juni 1901 beschloss die Berliner Stadtverordnetenversammlung die Gründung der Berliner Stadtbibliothek. Der Gründungsgedanke basierte auf dem demokratischen Reformansatz der Jahrhundertwende, weiten Teilen der Bevölkerung Bildung zu ermöglichen. Zu der Zeit existierten bereits 27 „städtische Volksbibliotheken“ sowie wenige öffentliche Lesehallen. Was fehlte, war eine zentrale Institution, die die Berliner Sammlungen bündelte und das kulturelle Interesse der gesamten Stadt bedienen konnte, also eine Zentral- und Landesbibliothek für Berlin.
Die Geschichte der Bibliothek ist untrennbar mit der Berliner Geschichte verbunden: Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Zerstörung im Krieg, die Teilung der Stadt und schließlich die Wiedervereinigung prägten die Entwicklung der Bibliothek.
Schon früh wurde über einen geeigneten Standort für die Zentralbibliothek Berlins diskutiert. Eröffnet wurde die Berliner Stadtbibliothek 1907 zunächst in der Zimmerstraße. Aufgrund von Platzmangel und nach gescheiterten Neubauplänen zog die Bibliothek 1921 in das ehemalige Marstallgebäude in der Breite Straße. 1995 wurde die Berliner Stadtbibliothek mit der 1954 eröffneten Amerika-Gedenkbibliothek aus dem ehemaligen West-Berlin zusammengeführt und unter der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin vereint. Seither besteht die Berliner Zentral- und Landesbibliothek aus zwei Publikumsstandorten. Die Suche nach einem gemeinsamen Dach für die ZLB ist noch immer nicht abgeschlossen und wird bis heute diskutiert.
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Arbeitsraum der Berliner Stadtbibliothek im Schlossflügel 20er Jahre
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Marstallgebäude von außen 20er Jahre
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Ausleihe der Berliner Stadtbibliothek 1952
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Außenansicht der Berliner Stadtbibliothek Neubau 1966
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Buchausgabe Bestellscheinannahme im Neubau der Berliner Stadtbibliothek 1966
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Das A-Portal der Berliner Stadtbibliothek 60er Jahre
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Lesesaal Berliner Stadtbibliothek 1988
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Fax Zentral- und Landesbibliothek Berlin, um 2000
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[1] Wahlich, Ulrike: Rückblick mit Zukunft. 100 Jahre Zentral- und Landesbibliothek Berlin. München 2001, S. 22.