Spende der USA
Die Architektur- und Bibliotheksbau-Ikone der Architekten Jobst, Wille, Kreuer und Bornemann, die Amerika-Gedenkbibliothek, wurde am 17. September 1954 eröffnet. Finanziert wurde der Bau durch eine Spende der USA. Die Entscheidung, diese Gelder zum Bau einer öffentlichen Bibliothek zu nutzen, trafen Berliner Politiker unter Führung des Regierenden Bürgermeisters Ernst Reuter. Vom ersten Tag an war die AGB ein Publikumsrenner, und bis heute ist sie der besucherstärkste Standort der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, zu der auch die Berliner Stadtbibliothek in Mitte gehört.
EFRE Förderungen
Die Amerika-Gedenkbibliothek (AGB) ist renoviert – mit Unterstützung durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Wir danken herzlich.
Mit neuem Fußboden, helleren Räumen, einem „Salon“, verlängerten Öffnungszeiten und zum ersten Mal in der Geschichte der AGB auch einer Cafébar stand die AGB nach 10-monatiger Renovierung ab 1. September 2014 wieder komplett zur Verfügung. Bis auf wenige Schließtage war die Bibliothek trotz Renovierung geöffnet – wir danken unseren Benutzerinnen und Benutzern sehr für die Geduld in dieser Zeit.
Die Sanierung des WC-Bereichs in der AGB ist im Februar 2020 gestartet – auch mit Unterstützung durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Ziel der Maßnahmen, die durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wurden, war die Wiederbelebung des Baudenkmals sowie eine gründliche Neusortierung der öffentlichen Bereiche. So ist heute beispielsweise der elegante Bogen, den das Gebäude beschreibt, auch innenräumlich wieder sichtbar. Die umfangreichen Medienangebote der AGB sind neu und übersichtlicher geordnet, ein neues Leitsystem ermöglicht eine schnelle Orientierung.
Von Anfang 2022 bis September 2023 hat die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) umfangreiche bauliche Maßnahmen zur energetischen Sanierung der AGB durchgeführt. Ziel dieser Maßnahmen war die Reduzierung des Energieverbrauchs des Gebäudes. Dazu gehörten der Austausch der Heizungsanlage und der Anschluss an Fernwärme, Wärmeschutzverglasung sowie zusätzliche Dichtungen für die Fenster, Innendämmung und die Umrüstung auf LED-Beleuchtung.
Bau und Ausstattung des AGB PopUp, finanziert durch EFRE-, SIWA V-, BIST- und KUBIST-Mittel
Im Süden der AGB-Lesehalle wurde im August 2023 ein temporäres Gebäude (AGB PopUp) eröffnet, das die Amerika-Gedenkbibliothek entlastet und neue Möglichkeiten für zeitgemäße, innovative Bibliotheksarbeit schafft. Auf ca. 850 m² Publikumsfläche gibt es nun Gruppenarbeitsräume, Workshop-Räume, eine Medienwerkstatt und einen großen Saal, der als Lese- und Arbeitsraum sowie als Veranstaltungsort dient.
Im nördlichen Bereich befinden sich vier Gruppenarbeitsräume zu je etwa 40 m², die mithilfe von Falttrennwänden flexibel zusammengeschaltet werden können, um unterschiedliche Gruppengrößen und Formate zu ermöglichen. Im südlichen Bereich gibt es vier kleinere Gruppenarbeitsräume zu je etwa 17 m² sowie am Ende des Erschließungsflurs einen offenen Seminarraum mit 30 m² Nutzungsfläche. Medien in Freihandaufstellung wird der temporäre Erweiterungsbau nicht enthalten.
Im Rahmen des Projekts TEMPO wurde das AGB PopUp mit mobilen und flexiblen Möbeln sowie Medientechnik ausgestattet, um das Gebäude als Arbeits-, Lern-, Kommunikations- und Veranstaltungsort zu nutzen. So sind in den Gruppenräumen unterschiedliche Arbeits- und Workshopmodi möglich – im Sitzen, im Stehen oder auf dem Boden. Für den Saal wurden eigens mobile Agoramöbel gefertigt, die Debattenformate in der Bibliothek unterstützen und die Bibliothek als Forum der Stadtgesellschaft stärken. Eine fest installierte Veranstaltungstechnik für Licht, Bild und Ton ermöglicht die Durchführung verschiedener Programmangebote – auch in Hybridform.
Im Rahmen des Projekts AREAL wurde der Außenraum zwischen der AGB und dem neuen AGB PopUp als qualifizierte Freifläche mit unterschiedlichen Funktionen entwickelt. Diese dient zum einen der Haupterschließung des PopUps über die Lesehalle der AGB, zum anderen wurde ein Lesegarten mit Aufenthalts- und Arbeitsbereichen für Nutzende geschaffen. Zusätzlich bietet die Fläche Platz für Programmangebote der Bibliothek. Es wurden zudem Fluchtwege für Lesehalle und PopUp geschaffen, die auch Wege für Rettungskräfte in Notfällen bereitstellen.
Im Rahmen des Projekts AMAtl – Ausbau und Modernisierung technischer Infrastruktur zur Förderung von Medien‑ und Digitalkompetenz wurde das PopUp mit zusätzlicher Medientechnik ausgestattet, um den Einsatz digitaler Werkzeuge in der Vermittlungsarbeit sowie die eigenständige Nutzung durch Besucher*innen zu stärken. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln der Europäischen Union zur Förderung der regionalen Entwicklung (EFRE) im Programm „Kultur und Bibliotheken im Stadtteil – KUBIST“ (Förderzeitraum 2025–2026).
Im Mittelpunkt stehen mobile Smartboards zur freien Nutzung in den Workshop‑ und Gruppenräumen, die neue Formen partizipativer und kollaborativer Arbeit ermöglichen. Ergänzend wurde eine moderne Personenführanlage für dialogische, barrierearme Führungen und Veranstaltungen angeschafft, die Kommunikation in beide Richtungen erlaubt und den laufenden Bibliotheksbetrieb entlastet. Laptops mit Ladewagen und Software komplettieren das mobile Equipment zur Vermittlung von Medien‑ und Digitalkompetenz – insbesondere für Jugendliche, junge Erwachsene und Lernende in Integrations‑ und Sprachkursen.
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