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Litfaßsäule

Litfaßsäule
Aufnahmedatum: 1929
Berliner Stadt- und Bezirksverordnetenwahl am 17.11.1929
Wahlpropaganda an einer Litfaßsäule

Foto: Landesbildstelle, Berlin

"Bis Mitte des 19. Jh. war das Anbringen von Plakaten und sonstigen Anschlägen an Häuserwänden und Zäunen Privatsache. Mit dem Inkrafttreten des Pressegesetzes am 12.5.1851 wurde das private Ankleben verboten. Am 5.12.1854 übertrug der Magistrat Ernst Litfaß die Konzession, »zwecks unentgeltlicher Aufnahme der Plakate öffentlicher Behörden und gewerbsmäßiger Veröffentlichung von Privatanzeigen« die von ihm entwickelten Anschlagsäulen auf öffentlichem Straßenland aufzustellen. Schon für die erste am 1.7.1855 errichtete Reklamesäule bürgerte sich bald der Name Litfaßsäule ein. Um die Jahrhundertwende gab es in Berlin um die 400 Litfaßsäulen. Im März 1921 übernahm die Stadt die Organisation des Reklamewesens und gründete die Berliner Anschlag- und Reklamewesen GmbH (BEREK), die 1970 von der BVG übernommen und in VVR-BEREK umbenannt wurde."

Aus: hand, S. 776

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