Gesellschaft unter Beobachtung (09.12. - 15.01.2015)

Vorratsdatenspeicherung, Abhörskandale oder Datenschutz sind viel diskutierte Schlagworte der letzten Jahre. Eines ist ihnen gemein: Sie betreffen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, ein Datenschutz-Grundrecht. Aber wie sicher sind unsere Daten, unsere Informationen, unser Wissen, wir? Was dürfen wir und was darf der Staat? Grundlegende Fragen, die unsere Gesellschaft im Alltag, rechtlich, kulturell, sozial oder auch auf politischer Ebene betreffen.
Der Themenraum „Gesellschaft unter Beobachtung?“ betrachtet die komplexe Materie aus verschiedenen Perspektiven. Das Medienangebot aus verschiedenen Fachgebieten der Bibliothek und viele praktische Tipps zum Datenschutz ermöglichen den Bibliotheksbesucherinnen und -besuchern eine differenzierte Auseinandersetzung mit einem Thema, das unseren Alltag in allen Lebenslagen durchdringt.

Führungen im Themenraum: 17.12.2014; 07.01.2015 jeweils um 16.00 Uhr

Der Themenraum ist ein Angebot der ZLB in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung. Partner dieses Themenraums ist die Initiative Deutschland sicher im Netz e.V., die Bundesbeauftragte für Datenschutz und die Informationsfreiheit und der Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit.

Bibliographie

Themenzeiten zum Themenraum

15.12.2014, 19.00 Uhr, Bundeszentrale für politische Bildung
4. Stock | Friedrichstr. 50 | 10117 Berlin | Eintritt frei

Digitale Datenflut und Informationelle Selbstbestimmung. Gesellschaft unter Beobachtung?

Das Internet: Fluch und Segen zugleich? Die Datenflut belegt, dass wir uns offenbar zu einer Gesellschaft entwickeln, die unter Beobachtung zu stehen scheint. Webcams vielerorts als Ausdruck von Kontrollwahn?
Da beziehen Kritiker und Protagonisten unterschiedlich Position. Einerseits beweisen sie, welche Vorteile die Datenflut im Internet bieten kann, andererseits weisen Sie auf die Gefahren für eine demokratische Gesellschaft hin. Wird oder ist unsere Emailadresse die Währung, mit der wir alle „Big Data“ bezahlen?
Mit klarer Gedankenführung und viel Faktenwissen soll deutlich werden, dass mit Blick auf das Thema Datenflut und Informationelle Selbstbestimmung die internetgeprägte Bürgergesellschaft nicht automatisch dem Geschehen im Netz ausgeliefert ist, sondern dass Bürgerinnen und Bürger es durchaus selbst in der Hand haben, mit den eigenen Daten sensibel umzugehen.
Aber wie geht das im Spannungsbogen zwischen Datenflut und Selbstbestimmung? Können wir als User etwas ändern? Was sind die Probleme? Wie können Lösungen aussehen?

Anmeldung erforderlich unter kristina.mencke@bpb.bund.de