Lasst die Bibliotheken geöffnet!

Pressemitteilungen

28. Oktober 2020

Pressemitteilung des Verbunds der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB)

Berliner*innen brauchen Medien, jeden Tag. Diese Versorgung der Bevölkerung Berlins muss gesichert sein, auch wenn ein nächster Lockdown für die Stadt notwendig werden sollte. Berlins Öffentliche Bibliotheken können das leisten, auch bei Gewährleistung des Infektionsschutzes. Der Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB) hält es für zwingend notwendig, die Öffentlichen Bibliotheken im sogenannten „Supermarktmodus“, also zur Ausleihe von Medien, geöffnet zu halten.

Mit klaren Hygienekonzepten und verstärkter Aufsicht können Berlins Öffentliche Bibliotheken ihr Ausleihangebot ähnlich wie Berlins Supermärkte unzweifelhaft und gut aufrechterhalten. „Diesen wohl organisierten und sicheren Zugang zu Bildung und Wissen darf die Stadt nicht versperren. Deshalb müssen die Bibliotheken ihr Angebot zur Ausleihe auch in einem eventuellen nächsten Lockdown erhalten dürfen.“ erklärte Bezirksstadträtin Sabine Weißler für den Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB).

Selten wurde so deutlich, wie sehr die Berliner*innen ihre Öffentlichen Bibliotheken brauchen wie während der knapp zweimonatigen Schließung wegen der Covid19-Pandemie. Ab dem 13. März 2020 und bis zum 11. Mai mussten Berlins Öffentliche Bibliotheken geschlossen bleiben. Nur die digitalen Angebote waren erreichbar.

Den Berliner*innen hat das nicht gereicht, sie waren verzweifelt. Es erreichten die ZLB  zahlreiche Nachrichten von Nutzer*innen: „Ich würde ihnen nicht schreiben, wäre es nicht aus dringlichster Not.“ und auch Argumente wie dies „Außerdem sind die Bibliotheken in Vergleich zu anderen Orten, die jetzt geöffnet sind und die viel Besuch haben, ein hygienischer Raum.“ Schlichtweg „aufgeschmissen“ fanden sich auch Schüler*innen, denen die Medien aus ihren Bibliotheken fehlten. Auch am heutigen Tag erreichen schon die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) sehr besorgte Anrufe der Nutzenden, ob die Bibliotheken geöffnet bleiben. Mindestens zur Ausleihe sieht der VÖBB das als zwingend notwendig an.

„Wissen hilft – auch in einer Pandemie. Wir kümmern uns sorgfältig um sichere Bedingungen für unsere Nutzerschaft und Beschäftigten, aber die Menschen sind auch und gerade im Lockdown auf ihre Öffentlichen Bibliotheken angewiesen. Deshalb mein Appell an die Politik, lasst die Bibliotheken zur Ausleihe geöffnet.“ so Volker Heller, Generaldirektor der ZLB. 

Für Nachfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Anna Jacobi
Pressesprecherin