Foto: Jochen Eckel
Foto: Jochen Eckel

Wie erwerben wir unsere Medien für Sie?

Unsere Bibliothek stellt Ihnen insgesamt 3,4 Millionen Medien zur Verfügung. Jährlich kommen etwa 70.000 neue dazu. Bücher, E-Books, CDs, Filme, Zeitschriften und vieles mehr werden ausgewählt, in den Katalog aufgenommen und mit verschiedenen Kennzeichen versehen, der Signatur und weiteren Merkmalen. Ein Teil der neuen Medien sind Pflichtexemplare, manche bekommen wir geschenkt, ca. 40.000 Medien kaufen wir jährlich  an.

Seit Januar 2016 haben wir unsere Erwerbungsvorgänge stetig verbessert, um Ihnen die erwarteten Medien rasch zur Verfügung stellen.

Unser Personal gewinnt dadurch gleichzeitig mehr Zeit, um

- mehr Service und Beratung an den Infotheken anzubieten

- neue Angebote und Dienstleistungen für Sie zu entwickeln

- die Bibliothek auch im Bereich der digitalen Medien fit zu machen.

Was vereinfachen wir?
Seit Januar 2018 erwerben wir ca. 70 % unseres Kaufzugangs in Zusammenarbeit mit dem Dienstleister Hugendubel Fachinformation (HFI). Für jedes Fachgebiet wurde von dem/der zuständigen Mitarbeiter/in ein Erwerbungsprofil erstellt. Dort werden zum Beispiel erwünschte wie auch nicht erwünschte Themen und Verlage genannt. Auf Basis dieser Profile liefert uns HFI Medien in zwei verschiedenen Varianten: Medien, die die ZLB auf jeden Fall haben sollte, weil sie bei uns erwartet werden – der neueste Reiseführer, die angesagtesten Krimis, das neue Standardwerk im Bereich Psychologie – werden direkt ausgewählt und geliefert. Medien, die eventuell ebenfalls interessant sein könnten, werden in weiteren Vorschlagslisten angeboten, aus denen unsere Kolleg*innen die benötigten Titel auswählen können. Und sollte mal ein Titel fehlen, können die Kolleg*innen diese auch direkt selbst bestellen. In der Regel stehen die Medien durch diesen neuen Prozess nun kurz nach Veröffentlichungsdatum für Sie bei uns zur Ausleihe bereit.

Die Entscheidung zur Zusammenarbeit mit HFI fiel nach einer europaweiten Ausschreibung. Parallel arbeiten wir weiterhin mit einer Vielzahl weiterer kleinerer und größerer Lieferanten aus Berlin, Deutschland und anderen Ländern zusammen.

Die ZLB vollzieht dabei eine Entwicklung nach, die bundesweit in Öffentlichen Bibliotheken schon lange praktiziert wird, und hat gleichzeitig eine auf sie zugeschnittene Medienbelieferung erreicht, wie sie es bislang in anderen Bibliotheken noch nicht gegeben hat.

Durch die Anpassungen im Bestandsmanagement kann die ZLB ihre gesetzlichen Aufgaben als „die öffentliche Zentralbibliothek des Landes Berlins mit landesbibliothekarischen Aufgaben“ (ZLBG) zeitgemäß und zukunftsorientiert verwirklichen. Mit der bibliothekarischen Expertise ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die ZLB nun auch organisatorisch fähig, bestehende Angebote auszuweiten, neue zu entwickeln und zeitnah umzusetzen. Auch die „benutzerorientierte Literatur- und Informationsversorgung für den tertiären Bildungsbereich außerhalb der Berliner Hochschulen“ (aaO) soll verstärkt werden. Jetzt gewinnt die ZLB die dafür notwendigen Freiräume und Ressourcen für die Weiterentwicklung und Umsetzung von Angeboten im (digitalen) Service, von Fachberatungen sowie für den Ausbau der Bibliothek als wissensbasierten Arbeits- und Diskursraum.
Es geht bei dieser Veränderung in der Erwerbung auch nicht um das Aussortieren von Medien. Unsere dezidierten Grundsätze bei der Aufbewahrung erhaltenswerter Bücher und Medien gelten unverändert fort.

Mehr zur Zukunft der Bibliothek finden Sie auch unter Positionen.