Metamorphosen

Mit dem ungewohnten Wort „Metamorphosen“ bezeichnen wir Stufen und Stadien der Veränderung von etwas Lebendigem, von Zellen, lebender Materie. So wächst zum Beispiel aus dem Laich eines Frosches eine Kaulquappe heran, und daraus ein Frosch. Ebenso macht es die Raupe, die im Kokon zum Schmetterling reift. Der römische Dichter Ovid schuf kurz nach dem Start unserer Zeitzählung ein gleichnamiges Werk, das als „Buch der Verwandlung“ mit 250 Sagen die Entstehung und Geschichte der Welt aus dem Chaos erzählt.

Zumeist wird in den Verwandlungsgeschichten ein Mensch oder eine Götterfigur in eine Pflanze, ein Tier oder ein Sternenbild verwandelt. Doch Metamorphosen kennen wir auch aus ganz anderen Zeiten und Zusammenhängen und selbst wir verändern uns sichtbar!

Was wünschten wir uns für neue Glieder, Tentakel, Antennen?

Womöglich haben sich Geräte bereits ganz selbstverständlich mit unserem Körper verbunden?

Sind die Avatare die neuen Schmetterlinge?

Wir möchten mit eigenen Beobachtungen spielen, Metamorphosen künstlerisch
behaupten und uns in die Zukunft beamen. So interessieren uns auch die Übergänge von Lebendigem zur Technik. Schließlich stellt sich die Frage, wie man Veränderung „festhalten“ kann. Eine verflixte Sache! Tintoretto hatte mit seinem Gemälde „die Erschaffung der Tiere“ einen Vorschlag gemacht, wir untersuchen verschiedene Bildwelten und machen eigene Experimente.

Künstlerische Techniken: Malerei, Film / Fotografie, Objektkunst, Text
Künstler/innen: Francesca Cogni, Hanna Mindermann, Antonia Weisz,
Ercan Arslan Schule: Schule am Zillepark, Berlin-Mitte
Bibliothek: Bibliothek am Luisenbad
Zeitraum: 12.03.18 - 16.03.18

Impressionen - Fotos Sabeth Kerkhoff