Das sprechende Buch und andere Geister

Das Buch als Medium war nie alleiniger Wissenspool. Schon seit alter Zeit galten Menschen, Tiere oder Dinge selbst als Speicher und Hüter des Wissens. Unter wunderlichen Umständen sind sie zu geheimnisvollen Medien gewachsen, die fortan Zugang zu einem ganz anderen Wissen besaßen, zum verborgenen Wissen. Märchen und Sagen sind die wohl bekanntesten Erzählräume, in denen das verborgene Wissen ein Gesicht und Stimme kriegte und mit allerlei Figuren ganz konkrete Besetzung erhielt – eine weise sprechende Eule, ein tanzender Besen, ein kluger Stein, der die Zukunft vorhersagen kann... Latte Igel zum Beispiel hat den Wasserstein gesucht und gefunden, natürlich unter schwierigsten Umständen!

Das Unerklärliche, Geheime und Geisterhafte ist seit jeher Teil unserer Neugier, denn hier erwarten wir Türen zu ganz neuem Wissen. In der Projektwoche widmen wir uns bekannten und unbekannten Gestalten des Wissens. Die wichtigsten aber erfinden wir selber: spielen, bauen, orakeln. Die Sphinx hebt dreimal den Kopf, wir steigen auf und fliegen auf ihrem Rücken um die Welt.

Künstlerische Techniken: Text, Performance, Objektbau, Film
Künstler/innen: Todosch Schlopsnies, Federica Teti, Paul Trzeciok,
Thurit Kremer Schule: Anna-Seghers-Schule, Berlin-Köpenick
Bibliothek: Mittelpunktbibliothek Köpenick "Alter Markt"
Zeitraum: 09.04 - 13.04.2018

Impressionen - Fotos Sabeth Kerkhoff