Salomon Elkan

2015 konnten zwei Zeitschriftenbände aus der Bibliothek von Salomon Elkan auf Wunsch der Erben an die Akademie der Künste in Berlin übergeben werden.

Salomon Elkan, geb. am 03.03.1851 in Mönchsroth/Franken, war Schneider und lebte lange in Dortmund, wo er den Dortmunder Schachverein gründete, der noch heute existiert und seit 2012 jährlich den Salomon-Elkan-Preis für besondere Verdienste um das Sparkassen Chess-Meeting vergibt. Elkan lebte ab Mitte der 1920er Jahre bis zu seinem Tod am 06.03.1940 in Stuttgart.

Salomon Elkan war wie auch seine Familie als Jude verfolgt. Er war mit der 1861 in Heidelberg geborenen Rosalie Oppenheimer verheiratet. Der einzige Sohn, Benno Elkan, wurde am 02.12.1877 in Dortmund geboren und verstarb am 10. Januar 1960 in London. Benno Elkan gründete mit dem Dortmunder FC 1895, Dortmunds ältesten Fussballclub, und war 1900 Mitbegründer des FC Bayern München. International bekannt wurde Benno Elkan als Bildhauer, sein bekanntestes Werk ist die Knesset-Menora in Jerusalem. Ab 1933 wurden Benno Elkans Werke in Deutschland aus dem öffentlichen Raum entfernt und er wurde von der Reichskulturkammer mit Berufsverbot belegt. Benno Elkan emigrierte ca. 1934 unter dem Druck der Verfolgung nach London und überlebte so den Holocaust.

Zum Zugang der Bände kann keine Aussage getroffen werden, sie stammen aus unbearbeiteten Depotbeständen und enthalten keine Hinweise auf den Lieferanten oder Zwischenbesitzer.

Die Rückgabe erfolgte auf Wunsch der Erben von Salomon Elkan an die Akademie der Künste - Berlin, wo der Nachlass von Benno Elkan aufbewahrt wird.