Hedwig Fechheimer

2015 konnte ein Buch aus der Bibliothek von Hedwig Fechheimer zurückgegeben werden.

Hedwig Simon, geb. Brühl, verw. Fechheimer wurde am 01.06.1871 in Berlin geboren. Sie lebte mit ihrer Familie ab 1877 in Leipzig und kehrte später nach Berlin zurück, wo sie Kunstgeschichte und Philosophie studierte. 1903 heiratet sie ihren Kommilitonen Sigfried Fechheimer, der nur Monate später an Tuberkulose stirbt. Hedwig Fechheimer beschäftigt sich mit der Ägyptologie und publiziert in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche Schriften zur ägyptischen Kunst. 1917 heiratet sie den Arzt Dr. Richard Simon, der nur wenige Jahre später, Anfang der 1920er, stirbt. Daraufhin lebte sie mit ihrer Schwester Margot Brühl zusammen.

Bis 1933 war Hedwig Fechheimer u.a. Mitglied der Sachverständigenkommission für die Ägyptische Abteilung der Staatlichen Museen zu Berlin. In dieser Funktion setzte sie sich für die der Rückgabe der Nofretete nach Ägypten ein. Hedwig Fechheimer wurde als Jüdin verfolgt und beging am 31.08.1942 wie ihre Schwester Selbstmord, um der bevorstehenden Deportation zu entgehen.

Der Zugangsweg des Bandes in den Bestand der Zentral- und Landesbibliothek ist unklar und konnte nicht nachvollzogen werden. Das Objekt wurde in unbearbeiteten Depotbeständen der Berliner Stadtbibliothek gefunden.

Weiterführende Informationen

Hedwig Fechheimer bei Wikipedia

Peuckert, Sylvia: Hedwig Fechheimer und die ägyptische Kunst. Leben und Werk einer jüdischen Kunstwissenschaftlerin in Deutschland (Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumswissenschaft - Beihefte 2), Berlin: De Gruyter 2014.