Gesamtarchiv der deutschen Juden

Seit 2012 konnten sechs Bücher aus dem Bestand der Bibliothek des Gesamtarchivs der deutschen Juden an die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum übergeben werden, in dessen Archiv sich heute die erhalten gebliebenen Akten des Gesamtarchivs befinden.

Das Gesamtarchiv der deutschen Juden war die erste selbständige jüdische Archiveinrichtung in Deutschland, die 1905 von der Großloge des Ordens B’nai B’rith gemeinsam mit dem Deutsch-Israelitischen Gemeindebund in Berlin gegründet wurde und bis zur Übernahme durch das Reichssippenamt nach den Novemberpogromen 1938 bestand.

Die Berliner Stadtbibliothek erhielt die Bücher vermutlich nach Kriegsende über die Bergungsstelle, Bergungsauftrag Nr. 8 - Bibliothek des Reichssippenamtes, in das die Bestände des Gesamtarchivs nach den Novemberpogromen 1938 verbracht worden waren.