Else & Martha Ruhemann

Martha Ruhemann wurde am 15. November 1867 in Berlin geboren. Sie arbeitete als Sprachlehrerin und lebte in Berlin, ab mindestens 1921 gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Else (geb. 8. August 1872 in Berlin) in der Ansbacher Str. 37. Martha Ruhemann wurde im Oktober 1941 ins Sammellager in der Levetzowstr. 7/8 in Berlin gebracht und am 18. Oktiober 1941 ins Ghetto Litzmannstadt deportiert. Sie wurde dort am 20. Januar 1942 ermordet.

Else Ruhemann arbeitete als Stenotypistin und Korrespondentin. Sie wurde Ende April 1931 in die Heil- und Pflegeanstalt „Berolina“ eingewiesen von dort noch im selben Jahr an die Wittenauer Heilstätten überwiesen. Sie starb dort am 20.Januar 1939 und wurde vier Tage später auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee beigesetzt.

Ihr Bruder Arnold Ruhemann wurde am 28. Februar 1869 in Berlin geboren. Er wurde Chemiker, lebte von mindestens 1907 bis 1925 in Salzbergen bei Lingen und zog 1925 nach Duisburg. Er starb am 22. Januar 1937 im Jüdischen Krankenhaus Berlin und wurde am 27. Januar 1937 auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee beigesetzt.

Die Eltern von Martha, Arnold und Else waren Wilhelm Wolff Ruhemann (1831 Tempelburg - 1907 Berlin), ein Schriftsteller und Fanny Loebell (1840 Berlin - 1876 Berlin).

Die Bücher von Else & Martha Ruhemann erwarb die Berliner Stadtbibliothek 1943 im Zuge des Ankaufs von ~40.000 geraubten Büchern der Berliner Juden.

Die zu Else & Martha Ruhemann ermittelten Provenienzmerkmale und Objekte sind hier (Else) und hier (Martha) in der Kooperativen Provenienzdatenbank Looted Cultural Assets verzeichnet.

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