Die Wege der geraubten Bücher: die Stadtbibliothek Bautzen und die Hertie-Sammlung

Buch- und Bibliothekswesen, Informationswissenschaft

27. Januar 2019

Die Provenienzforschung widmet sich der Herkunft von Kulturgütern und Kunstwerken sowie den wechselnden Besitzerverhältnissen in Bibliotheken, Archiven, Museen, aber auch im Kunst- und Antiquitätenhandel. Sie gehört zu den Kernaufgaben jeder kulturgutbewahrenden Einrichtung und wird durch das deutsche Zentrum Kulturgutverluste v. a. in Bezug auf die Suche nach NS-Raubgut inzwischen in vielen deutschen Bibliotheken gefördert.

Die Provenienzforschung widmet sich der Herkunft von Kulturgütern und Kunstwerken sowie den wechselnden Besitzerverhältnissen in Bibliotheken, Archiven, Museen, aber auch im Kunst- und Antiquitätenhandel. Sie gehört zu den Kernaufgaben jeder kulturgutbewahrenden Einrichtung und wird durch das deutsche Zentrum Kulturgutverluste v. a. in Bezug auf die Suche nach NS-Raubgut inzwischen in vielen deutschen Bibliotheken gefördert.

Ein aktuelles Beispiel in diesem Zusammenhang ist die Entdeckung der Büchersammlung der jüdischen Kaufhaus-Dynastie „Hertie“ im Bestand der Stadtbibliothek Bautzen, 1944 von der Reichstauschstelle des Reichsministeriums des Inneren erworben und in einem ihrer sächsischen Außendepots in der Nähe von Bautzen eingelagert. Die Spur dieser Privatbibliothek verlor sich nach Kriegsende. Vermutet wurden die Bücher in Russland als Trophäengut der sowjetischen Besatzungsmacht. Jetzt macht den tatsächlichen Weg der Sammlung erstmals ein sehr lesenswertes Buch des Autors Robert Langer nachvollziehbar.

Die Wege der geraubten Bücher: die Stadtbibliothek Bautzen und die Hertie-Sammlung / Robert Langer. Ohorn: kultur.wissen.bilder.verlag, 2018

ISBN 978-3-9814149-3-6

Standort: Berliner Stadtbibliothek
Signatur: Bu 590/16