Lernwerkstatt

In unseren Workshops nehmen wir uns Zeit für die interaktive Auseinander- setzung mit bestimmten Themen. Mittels Impulsvorträgen, Gruppendiskussionen, E-Learning- und Gaming-Elementen nähern sich die Teilnehmenden den Themen an und erwerben fundamentales Wissen. Das Gelernte wird reflektiert und individuelles Weiterforschen und Ausprobieren angeregt.

Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende

Wikipedia - kompetent und effizient nutzen!

Ziel: Nach diesem Workshop können die Teilnehmenden die Funktionen der Wikipedia vollständig ausschöpfen, so z.B. zwischen der Desktop- und der mobilen Webseitenversion wechseln und Artikel in das PDF-Format konvertieren. Sie können außerdem die Kategorisierung der Artikel nachvollziehen und für eine Themenerarbeitung nutzen, das Literaturverzeichnis nach geeigneten Quellen durchsuchen und die Verlaufshistorie des Artikels verstehen. Sie können begründen, wie die Autorenschaft eines Wikipedia-Artikels zu bewerten ist und welche Informationen in welcher Form weiter verwendet werden können.

Aktivitäten: Impulsvortrag, Gruppenarbeit: Anwendung der Funktionen, Spiel: Wettbewerb, Diskussion im Plenum mit digitaler Pinnwand

Empfohlene Teilnehmerzahl: max. 25

Dauer: 60 Minuten

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Wikipedia einfach selber machen!

Ziel: Hinter der Wikipedia steckt ein unglaublich großes, internationales Gemeinschaftsprojekt zur Erstellung einer Enzyklopädie. Es bestehen Standards zur Artikel-Erstellung, die Artikel werden gegenseitig lektoriert und korrigiert, Informationen werden geordnet abgelegt und Wissen weltweit, digital geteilt. Um dies zu verwirklichen, bedarf es ausgeprägter Informations- und Medienkompetenz. Deswegen wollen wir unseren Teilnehmenden vermitteln, wie Wikipedia-Artikel erstellt, organisiert und lektoriert werden. Außerdem werden die Schwesterprodukte  wie Commons und Wikiquotes, die Zitations- und Mediendatenbank der Wikipedia, präsentiert.

Aktivitäten: Impulsvortrag, Gruppenarbeit: Anwendung der Funktionen, Team-Spiel: Autor*innen gegen Lektor*innen

Empfohlene Teilnehmerzahl: max. 25

Dauer: 60 Minuten

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Fake News. Wahr oder falsch im Internet – Informationskompetenz in der digitalen Welt

Ziel: Die schiere Masse an Informationen im Netz macht es den Jugendlichen nicht immer leicht, Sinnvolles von Sinnlosem zu trennen und wahre von falschen Nachrichten zu unterscheiden. Sogenannte „Fake News“ also gezielt im Netz verbreitete Falschmeldungen, die sich durch das Erstarken populistischer und ideologischer Strömungen sehr schnell möglichst weit (viral) ausbreiten sollen, erfordern eine kritische Auseinandersetzung mit medial gesetzten Informationen. Im Workshop werden anhand von praktischen Übungen sowie einem spielerischen Perspektivwechsel die Teilnehmer*innen angeregt, Informationen zu vergleichen, zu verarbeiten und ihren Wahrheitsgehalt zu hinterfragen.

Aktivitäten:  Gruppenarbeit: Auseinandersetzung mit dem Thema; Begriffsfelder erstellen; mit einer App einen Artikel in eine Falschmeldung kreieren und erkennen; Diskussion im Plenum mit digitaler Auswertung

Empfohlene Teilnehmerzahl: max. 25

Dauer: 120 Minuten

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Geflüchtete

Gemeinsames Lesen

Dauer: 90-120 Minuten

Ziel: Gemeinsames Lesen und Reflektieren der Themen, mittels kleiner Vokabelhilfen, trägt zur Förderung der Kommunikation in deutscher Sprache bei. Hier wird Sprache spielerisch anders als in herkömmlichen Sprachkursen oder im Formular-Alltag wahrgenommen.
In einer Auswahl kleiner literarischer Texte wird in der Gruppe gemeinsam gelesen und darüber gesprochen. Wer möchte kann laut vorlesen oder einfach nur zuhören.
Die Lust auf Literatur zu wecken, zu lernen, sich mit Texten auseinanderzusetzen und ein Gespür für die Sprache zu entwickeln sowie das Sprachverständnis in der fremden Sprache zu fördern, wird damit erreicht.

Ablauf: Gemeinsames (Vor-)Lesen und Reden über Literatur in einer offenen und freundlichen Atmosphäre.

Empfohlene Teilnehmerzahl:
max. 12

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Storytelling

Ziel: Sie unterrichten eine Willkommensklasse oder betreuen einen Deutschkurs und suchen eine spielerische Herausforderung im Sprachlernprozess? Dann empfehlen wir Ihnen diesen Workshop zum digitalen Geschichtenerzählen auf dem Tablet. Es trägt zur Förderung der Kommunikation in deutscher Sprache in Wort und Bild bei und stärkt die Sprachfertigkeiten. Dabei wird unkompliziert der Einsatz und Umgang mit digitalen Medien erlernt und in der Themengestaltung die Verknüpfung zur Literaturrecherche hergestellt.

Aktivitäten: Erklärung der eingesetzten App am Tablet, selbständiges Erarbeiten und Eingeben der Story in Einzel- oder Gruppenarbeit, Präsentation der erstellten E-Books

Empfohlene Teilnehmerzahl: max. 12

Dauer: 1-2 Termine á 180 Minuten

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Berlin

Berlin-Workshops

Zielgruppen:
SchülerInnen ab 11. Klasse (Leistungskurs und Grundkurs Geschichte) und Studierende

Dauer: 4 Stunden
Ort: Berliner Stadtbibliothek, Gruppenarbeitsraum (EG)

Anmeldung: erforderlich
Fon: +49 (0)30 / 90226-632
Mail: BerlinSammlungen@zlb.de

Ob Sozial-, Kolonial-, Sexual oder Protestgeschichte: In den Beständen des Spezialbereichs Berlin-Studien | Historische Sammlungen finden sich zahlreiche Publikationen, welche diese Themengebiete umfassend behandeln und ein tieferes Verständnis für Geschichte und deren wechselseitigen Bezügen zur Großstadt Berlin herstellen.
In Workshops beschäftigen sich die TeilnehmerInnen mit diesen Themen und haben die Gelegenheit, mit seltenen und unbekannten Büchern zu arbeiten. Dabei lernen die TeilnehmerInnen das wissenschaftliche und selbständige Erarbeiten von Themen in einer Bibliothek kennen.

Kolonialgeschichte

Die Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialvergangenheit gewinnt zunehmend an Bedeutung: Auf berlinpolitischer Ebene werden bspw. Kontroversen um die Umbenennung mancher Berliner Straßennamen ausgetragen. Auf gesellschaftspolitischer Ebene werden heutzutage Diskussionen um Kontinuitäten kolonialer Bilder, Begriffe und rassistischer Strukturen geführt. Und schließlich werden selbst auf nationaler Ebene Fragen der Anerkennung und Entschädigung kolonialer Gewalt und des Raubes von Kunstgegenständen und Skeletten verhandelt. Der Workshop widmet sich den Rückwirkungen des deutschen Kolonialismus auf die Metropole Berlin.

Eingebettet in eine umfassende Quellenkritik thematisiert er die Berührungspunkte der BerlinerInnen mit dem vermeintlich „Exotischen", untersucht Fremd- und Selbstbilder sowie die wirtschaftlichen Interessen und widmet sich dem Alltag der KolonialmigrantInnen. Die TeilnehmerInnen sollen anhand der Kolonialgeschichte Berlins in die im Schulunterricht zumeist nur wenig thematisierte koloniale Geschichte Deutschlands eingeführt werden.

Darüber hinaus sollen sie dazu ermächtigt werden, durch einen Einblick in die kolonialgeschichtlichen Hintergründe aktuelle lokalpolitische, gesamtgesellschaftliche und nationale Debatten besser verstehen zu können.

Protestgeschichte

Westberlin steht lange Zeit unter Besatzungsstatut, in Ostberlin herrscht eine kommunistische Diktatur. Gerade deshalb kommt es seit den 1950er Jahren in beiden Stadthälften immer wieder zu Protesten gegen die bestehende Gesellschaftsordnung oder für eine alternative Gestaltung des Alltags.

Der Workshop versucht, eine Auswahl aus dieser großen Bandbreite zu thematisieren und dabei Einblick in die Vielfalt der Protestziele und Protestformen zu geben. Damit thematisiert der Workshop auch den größeren Kontext, die Frage nach gesellschaftlicher Partizipation und Handlungsspielräumen des Einzelnen in seiner Gesellschaft. Misserfolge, Rückschläge, Gewalt und sogar Tod werden in dieser Auseinandersetzung nicht verschwiegen, sondern sind ebenfalls Teil der Auseinandersetzung mit der Berliner Protestgeschichte.

Sexualgeschichte

Die Weimarer Republik war ein sexualpolitisch hoch umstrittenes Feld, dem gesellschaftlichen Aufbruch nach 1918 (Frauenwahlrecht, Strafrechtsreformen, Gesetz zur Verhütung von Geschlechtskrankheiten 1927) standen die tradierten Gesetze entgegen, insbesondere die fortdauernde Geltung der Paragrafen 175 und 218.

Der Workshop wirft einen kritischen Blick hinter die Kulissen der vermeintlich Goldenen Jahre und erkundet die Lebenswelten und Herausforderungen von Homosexuellen, Transsexuellen, Prostituierten und ungewollt schwangeren Frauen während der "Krisenjahre der klassischen Moderne" (Detlev Peukert).

Sozialgeschichte

Im Geschichtsunterricht wird das Thema der Sozialen Frage vor allem am Beispiel der Industrialisierung und der Bismarckschen Sozialgesetzgebung besprochen. Der Workshop zu Sozialen Fragen in Berlin knüpft ausdrücklich an dieses Vorwissen der TeilnehmerInnen an und verbindet es mit bisher weniger thematisierten Dimensionen dieser Geschichte. Dabei spielt der lokalgeschichtliche Fokus des Workshops auf berlinspezifische Entwicklungen eine entscheidende Rolle, da er es ermöglicht, einzelne Institutionen und Akteure in den Blick zu nehmen. In Kleingruppen widmen sich die TeilnehmerInnen verschiedenen Berliner Institutionen und Akteuren (sowohl auf Seiten der von Armut Betroffenen, als auch den um diese Armen Bemühten).

Die TeilnehmerInnen lernen konkrete Ausformungen von Armut kennen und bekommen Einblick in die durchaus sehr verschiedenen Ausprägungen dieser Armut – von schlecht bezahlter Arbeit über Arbeitslosigkeit bis hin zur Obdachlosigkeit. Auch genderspezifische Fragen, inwiefern Frauen und Männer in unterschiedlichem Maße von Armut betroffen waren, werden aufgegriffen.

Damit stehen in diesem Workshop gesellschaftliche Randgruppen im Fokus der Forschung. Die oft spärliche und schwierige Quellenlage zu diesen Menschen wird ebenfalls im Workshop diskutiert und führt die TeilnehmerInnen an auch heute aktuelle Probleme und Herausforderungen der Geschichtswissenschaft heran.