Seit ihrer Gründung im Jahr 1901 steht die Berliner Stadtbibliothek für den freien Zugang zu Wissen, Bildung und Kultur. Heute ist sie als Teil der Zentral- und Landesbibliothek Berlin ein wichtiger Begegnungsort für die Menschen dieser Stadt.
Im Laufe des Jahres laden wir die Stadt in verschiedenen Veranstaltungen dazu ein, das Jubiläum ihrer Bibliothek gemeinsam zu feiern.
Beim großen Hoffest am 6. Juni 2026 nutzten über 3.000 Gäste die Gelegenheit, die Berliner Stadtbibliothek zu entdecken, an Mitmachaktionen teilzunehmen und gemeinsam dieses besondere Jubiläum zu feiern. Highlights waren u. a. Lesungen mit Jenny Erpenbeck und Leif Randt sowie eine Diskussion zur Rolle von Bibliotheken in Diktaturen und Demokratien.
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©ZLB | Foto: Stefanie Loos
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Die Geschichte der Berliner Stadtbibliothek
Am 6. Juni 1901 beschloss die Berliner Stadtverordnetenversammlung die Gründung der Berliner Stadtbibliothek. Der Gründungsgedanke basierte auf dem demokratischen Reformansatz der Jahrhundertwende, weiten Teilen der Bevölkerung Bildung zu ermöglichen. Zu der Zeit existierten bereits 27 „städtische Volksbibliotheken“ sowie wenige öffentliche Lesehallen. Was fehlte, war eine zentrale Institution, die bestehende Sammlungen bündelte und das kulturelle Interesse der gesamten Stadt bedienen konnte. Der Name „Stadtbibliothek“ wurde gewählt, „da dann jedermann wisse, dass diese Bibliothek den Bürgern der Stadt gehöre.“[1] Bis heute steht die Berliner Stadtbibliothek als Teil der ZLB für Bildung, gesellschaftliche Teilhabe und Kultur für alle.
Die Geschichte der Bibliothek ist untrennbar mit der Berliner Geschichte verbunden: Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Zerstörung im Krieg, die Teilung der Stadt und schließlich die Wiedervereinigung prägten die Entwicklung der Bibliothek.
Schon früh wurde über einen geeigneten Standort für die Zentralbibliothek Berlins diskutiert. Eröffnet wurde die Berliner Stadtbibliothek 1907 zunächst in der Zimmerstraße. Aufgrund von Platzmangel und nach gescheiterten Neubauplänen zog die Bibliothek 1921 in das ehemalige Marstallgebäude in der Breite Straße. 1995 wurde die Berliner Stadtbibliothek mit der 1954 eröffneten Amerika-Gedenkbibliothek aus dem ehemaligen West-Berlin zusammengeführt und unter der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin vereint. Seither besteht die Berliner Zentral- und Landesbibliothek aus zwei Publikumsstandorten. Die Suche nach einem gemeinsamen Dach für die ZLB ist noch immer nicht abgeschlossen und wird bis heute diskutiert.
Im Jubiläumsjahr möchten wir gemeinsam mit den Menschen der Stadt feiern, die Zukunft der Bibliothek weiterdenken und sie als unverzichtbaren Luxus sichtbar machen – denn die Bibliothek gehört ihnen.
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Arbeitsraum der Berliner Stadtbibliothek im Schlossflügel 20er Jahre
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Marstallgebäude von außen 20er Jahre
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Ausleihe der Berliner Stadtbibliothek 1952
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Außenansicht der Berliner Stadtbibliothek Neubau 1966
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Buchausgabe Bestellscheinannahme im Neubau der Berliner Stadtbibliothek 1966
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Das A-Portal der Berliner Stadtbibliothek 60er Jahre
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Lesesaal Berliner Stadtbibliothek 1988
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[1] Wahlich, Ulrike: Rückblick mit Zukunft. 100 Jahre Zentral- und Landesbibliothek Berlin. München 2001, S. 22.
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