Gibt es in der Zentral- und Landesbibliothek Video- und DVD-Sehplätze für das Publikum ?
Ja, bitte informieren Sie sich unter unserem Menüpunkt "Bücher & Medien" Hören und Sehen .
Was bedeutet die Abkürzung VHS?
Alle unsere Videokassetten haben VHS-Standard. Das Video Home System wurde Ende der 70er Jahre von der japanischen Firma JVC als Aufzeichnungsverfahren für Video-Heimgeräte entwickelt. Das Verfahren wurde quasi zum Weltstandard für private Anwender. Alle im Handel erhältlichen Heimvideorekorder sind VHS-Geräte. Mehr Informationen zum VHS-Standard finden Sie hier
Was bedeutet DVD?
Eine DVD-Video gleicht äußerlich einer CD, kann aber ganze Filme in guter Qualität speichern und bietet dabei noch zahlreiche Zusatzfunktionen. Wer dieses neue Filmmedium genauer verstehen will, dem empfehlen wir die folgenden Websites: Eine leicht verständliche Einführung in die Vorteile der DVD bietet Wikipedia . Die Funktionsweise der DVD-Technik hat Michael Neuhold auf seiner Site mit vielen Graphiken allgemein verständlich dargestellt. Wer auch die letzten Finessen kennen lernen will, ist bei den Ultimativen DVD Tipps & Tricks an der richtigen Webadresse.
Was bedeuten Regionalcodes?
DVDs und DVD-Player und -Computerlaufwerke sind mit sog. Regionalcodes versehen. Das bedeutet, dass sich nur DVDs mit dem passenden Regionalcode auf den entsprechenden Geräten abspielen lassen. In Europa gelten die Regionalcodes 2 und 0 (ohne Regionalcode). Andere Regionalcodes lassen sich abspielen mit Regionalcode freien DVD-Playern oder -Computerlaufwerken. Man kann seine Geräte auch mit entsprechender Software aus dem Internet selbst freischalten oder seinen DVD-Player bei einschlägigen Werkstätten umbauen lassen. Auch Händler von DVD-Playern bieten diesen Service an. Regionalcode freie DVD-Player kann man über das Internet per Mailorder beziehen. Es ist nicht verboten, seine DVD-Geräte entsprechend herzurichten oder Regionalcode freie Geräte zu erwerben. Alle diese Maßnahmen sind legal.
Die ZLB hat in ihrem Bestand DVDs mit allen Regionalcodes, da wir unsere Filme auf DVD weltweit einkaufen.
Was bedeutet Blu-ray?
Blu-ray ist ein Nachfolge-Format für die DVD. Diese Discs können wesentlich mehr Daten speichern als die DVD und deshalb Bilder sehr viel genauer darstellen. Das wird möglich durch die Abtastung mit einem feineren Laserstrahl für dichter gespeicherte Daten (violett mit 405 mn statt rot mit 650 mn Wellenlänge) und durch eine verbesserte Videokompression (H.264 oder VC-1 statt MPEG 2 wie bei der DVD). Solche Discs können deshalb in einer Schicht 25 GB speichern statt 4,7 GB wie bei der DVD. Mehr Informationen zur Blu-ray Disc finden Sie bei Wikipedia ebenso wie einen Vergleich optischer Datenträger . Seit 2008 wird das Konkurrenzformat HD-DVD nicht mehr hergestellt.
Blu-ray Discs sind wie DVD-Videos ebenfalls regionalcodiert und zwar mit den Codes A, B und C. Auf europäischen Playern laufen alle Blu-ray Discs mit Code B oder ohne Regionalcode (Code ABC). Eine Übersicht dazu findet sich hier . In Webshops sind Blu-ray-Player erhältlich, die Discs mit allen Regionalcodes abspielen. Erwerb und Benutzung sind völlig legal.
Die ZLB wird Ende 2010 mit einem kleinen Angebot von Blu-ray Discs beginnen. Da wir weltweit einkaufen, werden einige Discs auch mit den außereuropäischen Codes A und C versehen sein.
Wie kommt der Film aufs Video?
Es ist gar nicht so einfach, Filme im richtigen Format auf Video zu übertragen, denn die meisten Filme, die seit Mitte der 50er Jahre gedreht wurden, haben ein breiteres Bildformat als die üblichen Fernsehgeräte. Wichtig ist vor allem, dass ein Film im richtigen Bildformat auf Video und DVD gespeichert wird, damit die Komposition des Kameramanns gewahrt bleibt. Diese wird z. B. bei Fassungen im sogenannten Pan Scan-Format zerstört. Es gibt zahlreiche Varianten, die Vielfalt der Filmformate auf einem Videoträger unterzubringen. Auch die Vorteile einer anamorphen Speicherung des Bildes auf DVD spielen bei der Filmübertragung auf Video und DVD eine große Rolle - mehr dazu hier auf Englisch. Wir bemühen uns, immer die beste Fassung zu beschaffen, die im Handel erhältlich ist.
Was bedeuten PAL, SECAM und NTSC?
PAL , SECAM und NTSC sind die heute gebräuchlichen Farbfernsehnormen. In Deutschland wird das PAL-Format benutzt. Deshalb sind fast alle unsere Filme PAL-Videos. Wir haben aber auch SECAM-Videos aus Frankreich und NTSC-Videos aus den USA.
Französische Schwarzweiß-Filme sind zwar in SECAM, können aber ohne weiteres auf den hiesigen PAL-Geräten abgespielt werden. Sie sind deshalb nicht extra gekennzeichnet. Zur Vermeidung von orangefarbenen Farbschleiern regeln Sie bitte die Farbe Ihres Fernsehers auf Null. Unsere französischen Farbfilme sind meist in PAL, es gibt aber auch einige wenige SECAM-Farbfilme. Diese laufen auf PAL-Geräten aber nur in schwarzweiß und sind mit "SECAM" auf dem Rücken der Hülle gekennzeichnet.
Amerikanische NTSC-Videos laufen im Gegensatz zu SECAM-Videos nicht auf PAL-Videogeräten. Dennoch bieten wir einige Filme, die in Europa nicht erhältlich sind, als US-Importe in NTSC an. Diese Kassetten sind auf dem Rücken der Hülle entsprechend gekennzeichnet und auf europäischen PAL-Geräten nur abspielbar, wenn diese NTSC in sog. Pseudo-PAL ausgeben können. Die meisten neuen PAL-Videorekorder sind dafür ausgerüstet. Alle Videogeräte an unseren Sehplätzen in der Bibliothek können NTSC-Kassetten abspielen.
Bei europäischen DVD-Videoplayern spielen die verschiedenen Farbfernsehnormen keine Rolle mehr. SECAM wird für DVD-Video nicht mehr verwendet. Alle DVD-Videos aus Frankreich haben deshalb das PAL-Format. Und alle europäischen DVD-Videoplayer können NTSC-DVDs abspielen, wenn der Regionalcode dies nicht verhindert.
NTSC-DVDs aus den USA mit Regionalcode 0 laufen problemlos auf allen europäischen Geräten (Ausnahmen sind auf der Hülle und im Katalog mit "Regionalcode 1" gekennzeichnet).
Was bedeutet Movietext?
Movietext sind Untertitel für Hörgeschädigte. Sie geben die gesprochene Sprache als Untertitel wieder und zeigen auch Geräusche und das Filmgeschehen im Off an, also das, was außerhalb des Bildes passiert. Erfunden wurde das System 1958 in den USA von Malcolm Norwood, zunächst für Filme, die mit entsprechenden Untertiteln versehen wurden. Um 1980 wurde dann für das Fernsehen und später für Videokassetten ein elektronisches Verfahren, das sog. Closed Captioning, entwickelt. Das sind verborgene Untertitel, die nur mit einem Decoder sichtbar werden.
Alle Videos und DVD der Zentral- und Landesbibliothek mit Movietext können im Titelfeld des Katalogs mit dem Wort "Movietext" gesucht werden. Medienart und gewünschte Sprache können zusätzlich gewählt werden.
Für VHS-Videos braucht man als Zusatzgerät einen Decoder , um diese speziellen Untertitel sichtbar zu machen, für DVD jedoch nicht. An allen Videosehplätzen in der Amerika-Gedenkbibliothek und in der Berliner Stadtbibliothek kann man Movietext-Untertitel auf Videokassetten aufrufen (Bitte bei Video PAL und Video NTSC mit der rechten Maustaste das Menü aufrufen, "Datacasting" wählen und "Closed Captions" einstellen).
Was bedeutet Hörfilm oder Audiodeskription?
Ein Hörfilm hat sozusagen akustische Untertitel für Blinde und Sehbehinderte. Eine Audiodeskription beschreibt in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekors. Die Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen. Audiodeskription macht aus einem Film einen blindengerechten Hörfilm. Weitere Informationen bietet die Deutsche Hörfilm GmbH
Alle Videos und DVD der Zentral- und Landesbibliothek mit Audiodeskription können im Titelfeld des Katalogs mit dem Wort "Hörfilm" gesucht werden. Medienart und gewünschte Sprache können zusätzlich gewählt werden. Der Bestand ist allerdings noch sehr klein.
Den größten Bestand an Hörfilmen in Berlin bietet die Berliner Blindenhörbücherei
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