In ihrer Ausgabe 4/2001 (pp.352-357) veröffentlichte die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (ZfG) unter der Rubrik "Diskussion" eine Besprechung unseres Buchs Der Reichstagsbrand. Wie Geschichte gemacht wird (edition q, Berlin 2001) von Hans Mommsen ("Nichts Neues in der Reichstagsbrandkontroverse. Anmerkungen zu einer Donquichotterie"). Erstaunlicherweise wurden wir - obwohl in der Vergangenheit auch Autoren für die ZfG - von der Redaktion weder vor noch nach Drucklegung über diese Besprechung informiert. Wir erfuhren davon erst durch Dritte.
In der Annahme, die ZfG würde ihre Rubrik "Diskussion" fortsetzen, äußerten wir in einem Schreiben an den Inhaber des Metropol Verlags, Herausgeber und Chefredakteur der ZfG, Friedrich Veitl, vom 18. Mai 2001 die Hoffnung, "dass Sie Herrn Kugel und mir Gelegenheit zu einer ungekürzten und unzensierten Replik einräumen werden. Über den Umfang unserer Erwiderung können wir uns selbstverständlich gern vorab einigen." Auf dieses Angebot erhielten wir keine Antwort, übermittelten der Redaktion der ZfG dann aber am 22. August den Text unserer Erwiderung. Bereits am nächsten Tag antwortete Friedrich Veitl handschriftlich folgendermaßen: "Wir haben kein Interesse an einer Veröffentlichung Ihres Beitrags. Das Thema hängt mir langsam zum Hals heraus. Würde Ihnen auch raten, mal was ganz anderes zu versuchen." (vollständiges Zitat)
Nach dieser Absage sandten wir den Beitrag am 29. August 2001 an die Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte (München). Am 4. September erhielten wir eine Nachricht, derzufolge die Redaktionskonferenz erst im November 2001 über eine mögliche Veröffentlichung unseres Textes entscheiden könne. Am 23. November 2001 erhielten wir schließlich vom Chefredakteur Dr. Hans Woller die Nachricht, bei einer Diskussion in der Redaktionskonferenz der VjfZ habe sich "die Meinung herausgebildet [...], das Manuskript nicht in das Veröffentlichungsprogramm der Vierteljahrshefte aufzunehmen." Gründe für diese Entscheidung wurden nicht genannt.
Da es uns in Deutschland also offenbar verwehrt ist, unsere Erwiderung auf die ganz offensichtlich falschen Anschuldigungen eines "renommierten" ehemaligen Hochschullehrers in den einschlägigen gedruckten Fachpublikationen zu veröffentlichen, stellen wir unseren Beitrag hiermit ins Internet, das die Zensur ja bekanntlich und erfreulicherweise nicht im Griff hat.
Dr. Alexander Bahar, Dr. Wilfried Kugel
Ellhofen/Berlin, 30. November 2001