Emils Mutter ist Friseuse - und Erich Kästners Mutter war es auch
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"Da der Sohn [Erich Kästner] sich nun aber in den Kopf gesetzt hat, Lehrer zu werden, und auch die Mutter diesen Ausbildungsweg für den einzig richtigen hält, schiebt sie alle Bedenken beiseite und faßt einen Plan: Sie will Friseuse werden. Das bedeutet, sie will in ihrem für die damaligen Verhältnisse bereits recht fortgeschrittenen Alter von fünfunddreißig Jahren noch einen Beruf erlernen und Geschäftsfrau werden ..." |
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| "Ein in jenen Jahren ausgesprochen mutiges Unterfangen. Doch Ida Kästner ist geschickt und hat flinke Hände; so findet sie nach anfänglichen Schwierigkeiten einen Meister, der bereit ist, sie auszubilden, und eröffnet nach beendeter Lehrzeit im linken Vorderviertel des Kästnerschen Schlafzimmers »ihr Etagengeschäft« ... |
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| Frau
Ida Kästner - Friseuse - Dresden-N., Königsbrücker Straße 48 III., empfiehlt sich zur Ausführung der einfachsten bis elegantesten Tages-, Ball- und Brautfrisuren. Ondulation. Kopfwaschen. Gleichzeitig Ausübung der Gesichtsmassage |
steht auf der Geschäftskarte, die Mutter und Sohn schon bald darauf in den Läden des Viertels verteilen."
Aus: kordon, S. 22
"Emil Erich Kästner hat sich selbst zum Helden dieser Geschichte gemacht, und Menschen, die ihm nahestehen, mit hineingenommen. Er wird das auch in Zukunft so halten. Immer wieder wird in seinen Texten der wohlerzogene, von der Mutter dominierte Sohn auftauchen; immer wieder wird er alleinstehenden, lebenstüchtigen, aufopferungsvollen Müttern ein Denkmal setzen ..."
Aus: kordon, S. 87
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