Geschichte der Fassade - Annäherung an das Ribbeck-Haus
In den Jahren 1998 - 1999 begleitete das Zentrum für Berlin-Studien drei Semester lang die Lehrveranstaltungen von Prof. Jonas Geist mit Studenten der Hochschule der Künste (HdK) zu diesem Thema. In drei Abschnitten stellten die Studenten ihre Arbeitsergebnisse im Zentrum vor.
Teil I Fassaden von Berliner Gebäuden verschiedener Epochen
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Zusätzlich zeigt eine Montage von vergleichenden Beispielen aus dem norddeutschen Raum, dass die vier kleinen Zwerchgiebel des Ribbeck-Hauses in ihrer ornamentalen Ausbildung eine enge Verwandtschaft zu Fassaden in den Niederlanden haben. Dabei ist besonders der eigenwillige, neue Stil des Rathauses von Antwerpen mit seinen kleinen Obelisken hervorzuheben.
Diese komplizierte Fassadentechnik wanderte von Handelsstadt zu Handelsstadt, denn Kaufleute berichteten in ihren Städten von der ästhetischen Innovation. An den Baudaten der Beispiele ist zu erkennen, wie schnell diese Wanderung - oftmals Architekten und Bildhauer eingeschlossen - stattfand.
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Während dieser Präsentation wurde im Juli 1998 der zweite Teil vorbereitet. Durch den Sponsor maras + ko konnte vom Portal bis hinauf in einen Zwerchgiebel ein Baugerüst aufgestellt werden. Hier "kletterten" die Studenten entlang, um
1. Maße für eine Bauaufnahme zu nehmen und
2. Schäden zu fotografieren.
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| Teil II zeigte die Arbeitsskizzen und die Bauaufnahme von Giebel und Portal des Ribbeck-Hauses und die Dokumentation der fotografischen Schadenserfassung. Jene verdeutlichte, wie dringend Restaurierungsarbeiten notwendig sind. |
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Teil III:
"Gesicht einer Straße - bauhistorischer Spaziergang durch die Breite Straße
in Mitte" war der letzte Teil der Ausstellung und schloss das Projekt ab.

Breite Straße, Blick vom Schloss zum Köllnischen Rathaus, 1881 |
Vorsichtig angedacht war ein kleiner Katalog zu diesem dritten Abschnitt des Projektes, wenn die Kosten von ZLB und HDK getragen würden.
Daraus geworden ist ein Buch, dank der Zusage von Prof. Demps, sich mit einem Beitrag zu beteiligen, dank der großzügigen, finanziellen Unterstützung zweier "Nachbarn" im Haus der Deutschen Wirtschaft ( DIHT und BDI) und einem Benutzer des Zentrums für Berlin-Studien.
In drei verschiedenen Abschnitten wird die Breite Straße beleuchtet. Laurenz Demps schildert
historische Entwicklung und Besonderheiten von den Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Jonas Geist nimmt den bauhistorischen Spaziergang der Studenten auf und erweitert ihn in Text und Abbildungen. Heidi Rausch-Ambach ergänzt mit einem (unvollständigen) Blick hinter die Fassaden und lässt einige historische Persönlichkeiten der Breite Straße Revue passieren.
Es ist bereits erschienen und im Zentrum für Berlin-Studien eingearbeitet:

Breite Straße Ecke Mühlendamm, um 1900 |

Breite Straße Ecke Mühlendamm, 2000
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Demps, Laurenz: Vom Mühlendamm zum Schlossplatz: Die Breite Straße in Berlin-Mitte/Laurenz Demps, Jonas Geist, Heidi Rausch-Ambach. Berlin, Parthas-Verl., 2001. ISBN 3-932529-72-3 Preis: DM 58,--
Im Zentrum eingearbeitet unter der Signatur: B 221 Brei 3
 Die Barrikade in der Breiten Straße zu Berlin am 19. März 1848, Aquarell von Eduard Gaertner, 1848. |
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