Wann in Berlin neben den üblichen Wochen- und Jahrmärkten der Weihnachtsmarkt eingeführt wurde, wissen wir nicht. Die erste
Nachricht stammt aus dem Jahre 1729, und da wird er schon als "gewöhnlich" bezeichnet. Er befand sich ursprünglich
auf dem Straßenzuge Petriplatz - Gertraudenstraße - Köllnischer Fischmarkt - Mühlendamm - Molkenmarkt - Poststraße und
Heiligegeiststraße. Auf ein Gesuch des Stadtpräsidenten und Polizeidirektors Carl David Kircheisen hin wurde der
Weihnachtsmarkt 1750 auf den Schloßplatz und in die Breite Straße verlegt. Hier und in den umliegenden Straßen blieb er bis 1872.
Ursprünglich vom 11. Dezember bis zum 11. Januar dauernd, wurde er 1873 auf die Zeit vom 11. bis 27. Dezember beschränkt. Damals
wurde auf Drängen der Geschäftsinhaber in der Breiten Straße bestimmt, daß diese von Verkaufsbuden frei bleiben müsse; zum
Ausgleich wurde der südliche Teil des Lustgartens zum Weihnachtsmarkt hinzugenommen. Hier blieb er fast zwanzig Jahre, bis 1892.
Als wegen des Domneubaues der Lustgarten nicht mehr zur Verfügung stand, kam der Weihnachtsmarkt zum Arkonaplatz. [...]
Auch nach dem ersten Weltkrieg wurden die alten Standorte des Weihnachtsmarktes beibehalten und noch neue in dazu geeigneten
Straßen hinzugenommen. Im Jahre 1934 kam die "Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Berliner Innenstadt e.V." auf
den Gedanken, den Weihnachtsmarkt wieder im Lustgarten an alter traditioneller Stelle abzuhalten. [...]
Aus: Berlin Archiv. - 05059
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Der Berlinische Christmarkt in der Breiten Straße, kolorierter Kupferstich von J.S.L. Halle, Berlin 1796 Aus: Berlin Archiv. - 03080 |
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Heinrich Zille: Weihnachtsmarkt auf dem Arkonaplatz, um 1912 Aus: Berlin Archiv. - 05163 |
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Der Berliner Weihnachtsmarkt im Lustgarten, 1936, Ölgemälde von P. Hauptmann Aus: Berlin Archiv. - 05059 |
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