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Empfehlung des Monats September 2007

 
 
Buchumschlag - Kirschner : Lösung.jpg

Die Lösung von Darwins Dilemma

Kirschner, Marc W.:
Die Lösung von Darwins Dilemma : wie die Evolution komplexes Leben schafft. Marc W. Kirschner; John C. Gerhart. - Reinbek : Rowohlt-Taschenbuchverlag, 2007. - 414 S.
ISBN: 978-3-499-62237-3

 
 

Wie können sich aus zufälliger Mutation und deren Vererbung höchst angepasste Lebensformen entwickeln?

Wie sich aus zufälliger Mutation und deren Vererbung höchst komplexe und ihrer Umwelt angepasste Formen wie das Auge oder der Flügel entwickelten, konnte Darwin nicht erklären - nach eigenem Eingeständnis sein Dilemma. Gestützt auf eine Fülle neuer Erkenntnisse, die Genforscher und Molekularbiologen in den letzten Jahren gewonnen haben, liefern Kirschner und Gerhart eine plausible Antwort.

Als Charles Darwin seine Theorie über den Ursprung der Arten durch Mutation und Selektion vorlegte, konnte er nur die Selektion anhand von Funden und Beobachtungen erklären. Doch er musste die Erklärung dafür schuldig bleiben, wie sich aus zufälliger Mutation und deren Vererbung höchst komplexe und ihrer Umwelt angepasste Lebensformen entwickeln konnten. Dass zum Beispiel das Auge, dieses "Organ von höchster Perfektion und Kompliziertheit" allein durch spontane Mutation und natürliche Auslese entstanden sei, "scheint, ich gebe es offen zu, im höchsten Grade absurd." Mit diesem Bekenntnis drückt Darwin sein Dilemma aus.
Sieht man von den christlichen Fundamentalisten in den USA ab, hat Darwins Evolutionstheorie in den 150 Jahren ihres Bestehens immer mehr Bestätigung gefunden. Darwins Dilemma aber blieb ungelöst - bis zu diesem Buch. Gestützt auf eine Fülle neuer Erkenntnisse, die Genforscher und Molekularbiologen in den letzten Jahren gewonnen haben, legen die Autoren eine plausible Erklärung vor. Sie besagt, dass der individuelle Organismus auf in Jahrmillionen bewährte Bausteine und Mechanismen zurückgreifen kann, um sich durch neue Kombinationen in vielfältigen Umwelten zu behaupten - eher aktiv denn als passives Ziel natürlicher Auslese.

Inhalt:

* Einleitung: Eine Uhr auf der Heide
* Woher kommt Variation?
* Konservierte Zellen, divergierende Organismen
* Physiologische Anpassungsfähigkeit und Evolution
* Schwache regulatorische Kopplung
* Exploratives Verhalten
* Unsichtbare Anatomie
* Erleichterte Variation
* Ist Leben plausibel?

Marc W. Kirschner und John C. Gerhart sind vielfach ausgezeichnete Professoren für Biologie an der Harvard Medical School in Boston und an der University of California in Berkeley.




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