-----
-----
-----
-----
-----
-----
-----
-----
-----
-----
-----
-----
-----
-----
-----
-----
-----
-----
-----
-----
-----
 

Empfehlung des Monats Juli 2006

 
 
Cover Gershwin: Summertime.jpg

Summertime

[Roof & Trocadero present] Summertime : a collection of various interpretations of / Gershwin, George [Komp.]
Bochum : Roof Music [Vertrieb], 2003
1 CD + 1 Beil.
Interpreten: James Brown & Martha High. Johnny Watson. Billy Stewart. Jackie Ross. Rosinha de Valencia. Jimmy Ricks & Ravens. Sidney Bechet. Janis Joplin with Big Brother & The Holding Company. Miles Davis. The Walker Brothers. John Schroeder Orchestra. Billie Holiday. Herbie Hancock & Joni Mitchell. One G Plus Three. Al Green. Mongo Santamaria. Coco Schumann
RD 2333190 / TR 20332 (Verlags- und Firmenbestellnummer)

 
 

Neben so bekannten Bearbeitungen wie der von Janis Joplin, James Brown oder Miles Davis hat Produzent Rüdiger Ladwig auch echte Raritäten ausfindig gemacht, zum Beispiel die easy-listening-Version vom John Schroeder Orchestra oder Jimmy Ricks & Ravens, die er augenzwinkernd als 'bass boy group Ende der Vierziger' bezeichnet. Dass diese Compilation mehr ist, als eine wirre Mischung wahllos aneinandergereihter Summertime-Versionen und weder nervt noch nach kühler Marketingstrategie riecht, hat einen Grund: Die Idee enstand nicht am Reißbrett eines cleveren Theoretikers auf der Suche nach neuen Konzepten. Rüdiger Ladwig hat echtes Interesse an Musik, ein sicheres Gespür für Dynamik und Dramaturgie und einen enormen eigenen Musikbestand, aus dem er schöpfen kann, da er schon ca. seit seinem 12. Lebensjahr Platten sammelt. [...] Ob der 1935 entstandene Gershwin-Standard aber wirklich geeignet sei für sein Konzept, hatte der Produzent zunächst selber bezweifelt. Der ursprünglich für die American Folk Opera Porgy & Bess komponierte Song wurde ein wahrer Hit, auf den Straßen pfiff man die eingängige Meldodie, die sich bald auch über die USA hinaus verbreitete. Rüdiger Ladwigs Sorge: Zu oft gehört, mittlerweile schon knapp 3000 Mal neu interpretiert, als Ohrwurm verschrien und von Gershwin selber als Schlager bezeichnet sei der Song vielleicht schon vom Ohrenschmaus zum Ohrengraus verkommen. Aber er vertraute auf seine 'Rezeptur'. Das Ergebnis: Alter Wein in neuen Schläuchen? Keineswegs. Für Menschen mit vielseitigem Geschmack ein Genuss."
Katharina Gödde auf wdr5.de

 nach oben