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Empfehlung des Monats Oktober 2006

 
 
Buchumschlag - Leggett: Peak Oil.jpg

Peak Oil

Leggett, Jeremy K. :
Peak Oil : die globale Energiekrise, die Klimakatastrophe und das Ende des Ölzeitalters / Jeremy Leggett. Aus dem Engl. von Anne Emmert und Heike Schlatterer. - Köln : Kiepenheuer & Witsch, 2006 . - 307 S. - 1. Aufl.
Einheitssacht.: Half gone <dt.>
ISBN 3-462-03351-4

 
 

Das Ende des billigen Erdöls - was Ölkonzerne und Politiker verschweigen

Der Liter Superbenzin kostet fünf Euro ... Wenn die Produktionsspitze ("Peak Oil") der Erdölförderung erreicht ist, kann der wachsende Energiebedarf der Welt nicht mehr gedeckt werden - mit unabsehbaren Konsequenzen für Wirtschaft, Mobilität und unser ganzes Leben.
Jeremy Leggett - Geologe und Insider der Ölindustrie - spricht aus, was Konzernchefs und Politiker schon lange wissen: Das Zeitalter des billigen Öls geht zu Ende - mit unabsehbaren Konsequenzen insbesondere für die Industrieländer. Öl wird zwar noch jahrzehntelang gefördert werden können; die Frage ist aber, wann uns das billige Öl ausgeht und ab wann es zu Versorgungsengpässen kommt. "Peak Oil" ist der Zeitpunkt, zu dem die großen Ölfelder der Welt zur Hälfte ausgebeutet sein werden und ab dem die Fördermenge Jahr für Jahr sinkt - bei steigender Nachfrage aus China und Indien. Die Experten sind sich einig, dass dieser Punkt spätestens 2010 erreicht wird, vielleicht auch schon in allernächster Zukunft.
Nüchtern, überzeugend und wohl informiert legt Leggett dar, wie uns die Fixierung auf das Erdöl in eine fatale Abhängigkeit vom Nahen Osten treibt und die Welt in eine ökonomische und ökologische Katastrophe stürzt. Denn fatalerweise werden uns gleichzeitig die verheerenden Folgen der globalen Klimaerwärmung treffen - Ergebnis des durch die Verbrennung fossiler Energieträger hervorgerufenen Treibhauseffekts, an dessen Existenz kein Zweifel mehr besteht.
Und dennoch - Leggett zeigt auch eine positive Perspektive auf, denn all die alternativen Technologien, die uns von dem Weg in den Untergang abbringen können, liegen bereits vor. Umsteuern müssen wir allerdings sofort. (Verlagstext)


Gute Diagnose, zu einfache Therapie
Von Michael Lange

Energie. - Die Benzinpreise verkünden es an jeder Zapfsäule: fossile Brennstoffe sind ein zunehmend knappes Gut. Um aus der sich abzeichnenden Energiefalle herauszufinden, muß die Menschheit sich gehörig anstrengen. Manche Ratschläge - wie etwa die im vorliegenden Buch - sind da zu einfach.

Jeremy Leggett hat als Geologe für die Ölindustrie gearbeitet, dann aber wurde er vom Saulus zum Paulus. Er erkannte, dass die weltweite Abhängigkeit vom Öl die Menschheit in eine Krise führt und wechselte zum Ökokonzern Greenpeace. In seinem Buch warnt er vor einer baldigen Förderspitze für Erdöl. Obwohl der Bedarf am schwarzen Gold weiter rasant steigt, naht unweigerlich das Ende der förderungswürdigen Vorkommen. Ausgiebig diskutiert er die verschiedenen Modelle. (...) Die Ansichten, die er vertritt, aber stimmen exakt mit denen der Umweltbewegung überein.

Besonders überzeugend schreibt Leggett über die bedrohliche Situation, in die uns die Ölabhängigkeit gebracht hat. Über alternative Energien und Klimakatastrophe trägt er viel Altbekanntes zusammen. Als Kampagnenbuch für Umweltaktivisten ist das Buch eine geeignete Argumentationshilfe. Enttäuschend ist allerdings, wie wenig realistisch die Auswege aus dem Dilemma sind, die Jeremy Leggett seinen Lesern anbietet.
(www.dradio.de)

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