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Empfehlung des Monats Februar 2005

 
 
crawford-game.jpg

On game design

Crawford, Chris
On game design.
Indianapolis, Ind.: New Riders Publ., 2003
XI, 476 S. : Ill., graph. Darst.
Englisch
0-13-146099-4

 
 

Unter den Gamingfans, die ich kenne, finden sich viel mehr Leute, die selber einmal gerne Spiele entwerfen würden, als unter meinen Filmfreunden Wannabe-Regisseure oder unter den Leseratten Autoren in spe. Das mag vielleicht daran liegen, dass in massig Titeln immer wieder grundlegende Fehler im Verständnis des Mediums gemacht werden, die mit der Zeit beim aufgeweckten Rezipienten leicht zu einer "Das kann selbst ich ja besser"-Haltung führen. So simpel, wie man es sich das in stillen Momenten alles so denkt, ist es unter dem Strich dann natürlich nicht. Andrew Rollings und Ernest Adams, beides kompetente und renommierte Menschen vom Fach, haben vor kurzer Zeit bei New Riders eine informative Einsteigerfibel rausgebracht, die jedem, der sich etwas tiefer mit der Materie befassen möchte, ans Herz gelegt sei. Die eine Hälfte des Buches besteht aus Designgrundlagen, die andere arbeitet sukzessive sämtliche Genres mit ihren jeweiligen Eigenschaften und Besonderheiten ab. Sehr fein und vermutlich spannender, als sich das gerade in meinen Worten anhört. Im Gegensatz zum neuen Standardwerk der Profession, Rules of Play von Zimmermann & Salen, bleibt es jedoch bei in der industriellen Praxis verwertbaren Basics. Wer Ernest Adams nur von seinem wichtigen Dogma 2001 kennt und sich Gedanken über eine Weiterentwicklung des Mediums erhofft, wird leider enttäuscht werden. Für das, was es sein will, aber gut gelungen. (de.bug)

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