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Flötenquartette
Quantz, Johann Joachim: Six flute quartets : [CD] / Johann Joachim Quantz. Mary Oleskiewicz, baroque transverse flute after Quantz ; Elizabeth Field, baroque violin ; Daniel Elyar, baroque viola ; Stephanie Vial, baroque cello ; David Schulenberg, harpsichord Kassel : Klassik Center Kassel [Vertrieb], 2004 1 CD + Beih. Hungaroton HCD 32286)
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„Ein Ensemble um die amerikanische Traversflötistin Mary Oleskiewicz legt hier in einer Weltersteinspielung sechs, erst 2002 wiederentdeckte Flötenquartette von Johann Joachim Quantz vor. Quantz ist heute vor allem bekannt als Flötenlehrer Friedrichs des Großen und als Autor von “Versuch einer Anweisung die Flöte traversière zu spielen”. Seine berühmte Flötenschule von 1752 ist für uns heute eine der wichtigsten und ergiebigsten Quellen zur historischen Aufführungspraxis um die Mitte des 18. Jahrhunderts und weist ihn nicht allein als großen Flötisten und Pädagogen, sondern auch als überaus profunden, vielseitig gebildeten Musiker aus, dessen Horizont keineswegs auf das eigene Instrument beschränkt war. Als Mitglied der Dresdner Hofkapelle (und später der Hofkapelle Friedrichs) gehörte er einem der damaligen Spitzenorchester an. Er stand im Kontakt mit den größten Musikern der Zeit, wie Telemann, Scarlatti, Hasse, Pisendel, Zelenka, den Brüdern Graun oder Carl Philipp Emanuel Bach. Als Komponist ist Quantz immer noch unterschätzt, denn manche seiner Flötenkonzerte und Triosonaten sind einzigartige Meisterwerke. Allerdings stellt der Booklet-Text die sechs eingespielten Flötenquartette über die Werke Telemanns, was mir vermessen scheint. In harmonischer Kühnheit und Originalität des melodischen Einfalls können (und wollen) sich die Quartette von Quantz nicht mit Telemanns Pariser Quartetten (sowohl der ersten Folge von 1730 als auch der späteren Sammlung von 1738) messen. Sie sind Musik auf der Höhe der Zeit und haben es zweifellos verdient, wiederentdeckt und gespielt zu werden! In dieser Hinsicht ist Mary Oleskiewiczs “Ausgrabung” und ihr Plädoyer für Quantz verdienstvoll und erfreulich. ...“ Aus der Besprechung von Heinz Braun vom 17.12.2004 auf www.klassik-heute.de
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