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Empfehlung des Monats Juni 2005

 
 
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Katze und Mensch

Oeser, Erhard
Katze und Mensch : die Geschichte einer Beziehung / Erhard Oeser
Darmstadt : Wissenschaftliche Buchges., 2005
192 S. : Ill.
ISBN 3-534-18244-8

 
 

Erhard Oeser
Katze und Mensch
Die Geschichte einer Beziehung


Klappentext
Kein anderes Tier hat eine so enge Beziehung zum Menschen entwickelt und sich gleichzeitig so viel Unabhängigkeit bewahrt wie die Katze. Den Hund hat sie bereits in der Gunst der Menschen überflügelt und ist zum beliebtesten Haustier geworden. Zum Verständnis der Katze gehört auch das Wissen um die Geschichte ihrer wechselvollen Beziehung zum Menschen, die in diesem Buch dargestellt und mit den Ergebnissen der modernen Verhaltensforschung verbunden wird.
Im alten Ägypten war die Katze nicht nur ein nützlicher Mäusefänger, sondern wurde vielmehr als Gottheit verehrt. Auch die Griechen und Römer anerkannten schon ihre Nützlichkeit. Im Nahen und im Fernen Osten, in der islamischen Welt und in China, waren Katzen äußerst beliebt. Im christlichen Abendland dagegen wurde sie als Begleiterin von Hexen und Gefährtin des Teufels verleumdet und Jahrhunderte lang geschunden, gekreuzigt, bei lebendigem Leib verbrannt oder totgeschlagen.
Erst in der Neuzeit setzte der sagenhafter Aufstieg der Katzen ein. In Kirchen und Klöstern, wie in den Postämtern und Bibliotheken wurden sie gegen die Mäuseplage eingesetzt. Seefahrernationen, wie die Italiener und Engländer, erkannten ihre unersetzliche Bedeutung gegen die Rattenplage auf den Schiffen. Im 19. Jahrhundert wurde sie schließlich zum privilegierten Liebling der Staatsmänner, Dichter und Salondamen.

Erst als der Mensch sich in festen Behausungen niederließ, wurde die Katze zu seinem Haustier, das seine Vorräte vor Ratten und Mäusen schützte. Im alten Ägypten als Gottheit verehrt, genoss sie auch im Nahen und im Fernen Osten, in der islamischen Welt und in China große Beliebtheit. Bekannt ist die große Zuneigung, die Mohammed für Katzen hegte, die im Unterschied zu Hunden in der islamischen Welt als reine Tiere gelten.

Im Mittelalter fiel die Katze der Inquisition in die Hände: Man sah in ihr die Wiedergeburt des Teufels. Die Katzenhetze - sie wurden geschunden, gekreuzigt, bei lebendigem Leib verbrannt - erreichte ihren Höhepunkt in den Hexenverfolgungen, die erst im 17. Jahrhundert endeten.

Hoch geschätzt wird die Katze erst wieder in der Neuzeit als Hilfe bei Ratten- und Mäuseplagen - auch in Kirchen und Klöstern. In Postämtern und Bibliotheken bekam der Mäuseschreck mitunter sogar Gehälter gezahlt. Auch die Seefahrer schätzten sie: In Italien und England durfte kein Schiff ohne Katze an Bord auslaufen.

Bald wurde die Katze salonfähig: Sie stieg zum beliebten Spielzeug kleiner Mädchen und Gefährtin adeliger Damen auf. Staatsmänner wie Richelieu und Churchill waren Katzenliebhaber.

Heute hat die Katze längst den Hund als beliebtestes Haustier abgelöst. Mit dem Stubentiger holt sich der Städter ein Stück Natur in die Wohnung.

Der Wissenschaftshistoriker Erhard Oeser thematisiert in seinem Buch aber auch das Phänomen der Polarisierung von Katzenfreunden und -feinden. Sehen Letztere in ihr ein falsches, egoistisches Tier, fasziniert andere ihr oft rätselhaftes Verhalten, ihr unbeugsamer Freiheitssinn.

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