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Zentral- und Landesbibliothek Berlin und die Bibliothek des Centre Georges Pompidou in Paris unterzeichneten Kooperationsvertrag:
Zum 40-jährigen Jubiläum der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages am 22.01.1963 durch Charles de Gaulle und Konrad Adenauer schlossen die beiden Großstadtbibliotheken der Hauptstädte Berlin und Paris ein Partnerschaftsabkommen.
Die Bpi, die Bibliothèque publique d'information des Centre Georges Pompidou in Paris, und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin sind als erste Bibliotheken eine deutsch-französische Bibliothekspartnerschaft eingegangen. Am 7. Februar 2003 unterzeichneten Dr. Claudia Lux, Generaldirektorin der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, sowie Gérald Grunberg, Generaldirektor der Bpi, im Centre Georges Pompidou in Paris die gemeinsame Absichtserklärung. Konkretisiert wird die Partnerschaft in einem grenzüberscheitenden Erfahrungs- und Informationsaustausch sowie gemeinsamen Projekten.
Seit der Eröffnung 1977 zählt die Bibliothek im Kulturzentrum Centre Pompidou, erbaut von den Architekten Renzo Piano und Richard Rogers, mehr als 60 Mio. Besucher. Mit über 10.000 Besuchern täglich gehört sie zu einer der meistbesuchten Bibliotheken Frankreichs. Auch an Sonn- und Feiertagen ist sie von 11.00-22.00 Uhr für Publikum geöffnet. Auf 10.000 m², verteilt auf 3 Etagen, bietet die Bibliothek neben Büchern und Zeitschriften auf 14 Regalkilometern, 350 Multimediaarbeitsplätze, 2000 Arbeitsplätze, 10.000 CDs, Arbeitskabinen für Blinde und Sehbehinderte, einen Selbstlernbereich für 135 verschiedene Sprachen sowie einen Presse- und Medienbereich mit weltweiten TV-Nachrichtenübertragungen.
Der Gründungsdirektor der Bpi, Jean-Pierre Séguin, hatte in den 50er Jahren die publikumsnahe Amerika-Gedenkbibliothek, damals eine der modernsten europäischen Bibliotheken, kennen gelernt und später zum Vorbild für die Konzeption der Bpi erklärt. Heute wiederum ist die Bpi zum Vorbild für moderne Großstadtbibliotheken geworden. Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin, die aus den Häusern Amerika-Gedenkbibliothek, Berliner Stadtbibliothek und der Senatsbibliothek Berlin besteht, und aufgrund des hohen Besucherandrangs aus allen Nähten platzt, will auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof eine vergleichbare multimediale Bibliothek errichten. Diese soll als Drehscheibe für Kommunikation und Information in Berlin dienen, modern und an Kundenwünschen orientiert wie das Centre Pompidou.
Die Bibliothèque publique d'information Paris wird 30 Jahre alt
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