Zentral- und Landesbibliothek Berlin
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Die Flugschriften der Sammlung "Friedlaender"
 
 

Ein Gemeinschaftsprojekt der Universitätsbibliothek Lodz und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, gefördert von der Secco-Pontanova-Stiftung (Berlin)

George Friedlaender (1829-1892) wurde in Dorpat geboren. Er praktizierte als Arzt in Berlin, war nicht selbst politisch tätig, aber sehr interessiert am Zeitgeschehen.
Er sammelte alles zur Vorgeschichte und den Ereignissen der Revolution des Jahres 1848 und zu ihren Nachwirkungen. Verschiedenste Literaturgattungen (Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Sonderdrucke, Flugschriften usw.) - somit besonders interessant im Bereich der sog. "grauen Literatur" - wurden von Friedlaender zusammengetragen. Aufgrund ihrer Vollständigkeit galt seine Sammlung als bedeutendste zu dieser Phase der deutschen Geschichte.
Die Sammlung kam nach seinem Tod in die damalige Magistratsbibliothek in Berlin, die die Sammlung an die 1901 gegründete Berliner Stadtbibliothek übergab.

Die Berliner Stadtbibliothek wurde 1995 mit der Amerika-Gedenkbibliothek (eröffnet 1954) zur "Zentral- und Landesbibliothek Berlin" zusammengelegt. Hier galt die Sammlung Friedlaender bis vor wenigen Jahren als Kriegsverlust.
Inzwischen wurden jedoch Spuren der Sammlung infolge der kriegsbedingten Verlagerung gefunden: Viele Bücher sowie alle Flugschriften kamen nach 1945 zur damals neu gegründeten Universitätsbibliothek in Lodz. Dort sind die Werke im Original nutzbar.
Aufgrund der Art der Aufbewahrung der ca. 3500 Flugschriften durch den Arzt George Friedlaender ist der Erhalt dieser wichtigen Quellen jedoch sehr schwierig; er hatte die Flugschriften unabhängig von ihrer unterschiedlichen Größe in foliogroße Bände "eingehängt".
Diese nicht optimale Aufbewahrung durch den Sammler hat zur Folge, dass der Restaurierungsbedarf heute groß ist. Somit entstand die gemeinsame Idee, die Flugschriften zu digitalisieren, um die Originale besser zu schützen. Gleichzeitig ist damit die Nutzbarkeit der Flugschriften leichter möglich und die schwierigen juristischen und politischen Fragen im Zusammenhang mit kriegsbedingt verlagertem Kulturgut bilden kein unüberwindbares Hindernis für wissenschaftliche Forschungen mehr.

Die Dokumente liegen als PDF-Dateien vor.


Benutzungshinweise:

  • In sieben Bänden sind ca. 3500 Flugschriften fast durchweg (mit Ausnahmen) vom Sammler chronologisch geordnet.
  • In jedem einzelnen Band sind alle Dokumente durchnummeriert.
  • Somit setzt sich die Signatur wie folgt zusammen und identifiziert damit eindeutig jedes einzelne Stück: Bandzahl sowie die laufende Nummer der Einzelstücke (z.B. 5,114).
  • Die Brüche bei der chronologischen Gliederung wurden beibehalten.
  • Dokumente ohne Datum oder mit "unvollständigem" wurden an dem von Friedlaender vorgegebenen Platz belassen.
  • Undatiertes folgt jeweils nach dem vorangegangenen Datum.
  • In Einzelfällen ist auf dem Dokument nicht die fortlaufende Nummer deutlich sichtbar.
  • Fortsetzung der Arbeit: Eine weitere Verbesserung der Recherche ist möglich, wenn ein Projekt zur Verschlagwortung nach Maßgabe von zur Verfügung stehenden Finanzen möglich werden wird.

Zu den PDF-Dateien:
  Sammlung Friedlaender